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FIFA-Boss schlägt zurückInfantino verteidigt die Wucher-Preise für die WM-Tickets.

WM 2026 - PK Gianni Infantino

Copyright: Eduardo Verdugo/AP/dpa

FIFA-Präsident Gianni Infantino spricht über die Ticketpreise bei der WM.

WM-Ticket-Wucher? FIFA-Boss Infantino ist „sehr relaxed“.

FIFA-Chef Gianni Infantino (56) zeigt sich unbeeindruckt von den Untersuchungen in den USA und der massiven Kritik wegen der WM-Ticketkosten. Zu den Vorwürfen äußerte er, er sei „sehr relaxed“.

Der Weltfußballverband ist ins Visier mehrerer US-Bundesstaaten geraten. In Kalifornien wird durch den Generalstaatsanwalt eine mögliche Missachtung des Verbraucherschutzrechts geprüft. Gleichzeitig kündigten die Generalstaatsanwältinnen aus New Jersey und New York eine Untersuchung an, die sich mit potenziell irreführenden Methoden bei der Ticketvergabe befasst.

Infantino kontert die Vorwürfe

Bei einem Pressetermin im Zelt neben dem ikonischen Aztekenstadion holte Infantino zum Gegenschlag aus: „Es ist nicht so, dass jemand aufwacht und die Preise festlegt.“ Begleitet vom dröhnenden Geräusch der Klimaanlage, stellte er einen Vergleich mit anderen US-amerikanischen Top-Sportarten an.

Mit 60 Dollar sei der Startpreis für WM-Eintrittskarten der günstigste im Vergleich, argumentierte Infantino. Ähnliches gelte für den durchschnittlichen Preis von 500 Dollar. „Bevor wir 6,5 Millionen Tickets verkauft haben, haben wir uns mit den besten Anwälten abgesprochen“, hob der FIFA-Präsident hervor, der bei seinen Erklärungen immer wieder vom Englischen ins Spanische wechselte.

„Jeder Dollar fließt zurück in den Fußball“

Die Gemüter kochen vor allem wegen der Wucherpreise auf dem von der FIFA abgesegneten Zweitmarkt hoch. Infantino verteidigt das Vorgehen seiner Organisation jedoch mit Nachdruck. „Jeder Dollar, den wir generieren, fließt zurück in den Fußball.“

Als Rechtfertigung nannte er Investitionen im Südsudan. Er stellte die rhetorische Frage, wer dort sonst investiere, und antwortete selbst: „Wir tun es.“ Dies sei aber nur aufgrund der hohen Einnahmen machbar.

Die Wirklichkeit für viele Fußballfans ist jedoch eine andere. Für das Finale der Weltmeisterschaft in New Jersey gab es auf dem Zweitmarkt Angebote für Hospitality-Pakete, die bis zu 600.000 Euro kosteten. Phasenweise wurden dort sogar Tickets für das Endspiel für mehrere Millionen Euro gehandelt. Selbst bei Gruppenspielen mit Außenseitern wie Haiti und Schottland oder Ghana und Panama war ein Stadionbesuch teuer: Eintrittskarten waren erst ab 330 oder 440 Euro verfügbar. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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