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Königsblaues Chaos Tasmania-Kapitän hat wertvollen Rat für Schalke

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Mark Uth (vorne), Suat Serdar und dem FC Schalke 04 (hier beim Spiel gegen Leverkusen am 6. Dezember 2020) fehlen nur noch fünf Spiele auf den Uralt-Rekord von Tasmania Berlin.

Berlin – Eigentlich ist der sensationelle Negativrekord von 31 sieglosen Bundesligaspielen in Serie von Tasmania Berlin einer für die Ewigkeit. Doch der FC Schalke 04 droht nun wirklich die Tasmania-Identität anzukratzen. Die Berliner reagieren zwigespalten.

Da ist zum einen Hans-Günter Becker, Kapitän der legendären Bundesliga-Mannschaft von Tasmania Berlin, der mit einem baldigen Ende der Sieglos-Serie des Fußball-Bundesligisten Schalke 04 rechnet – wenn die Königsblauen sich auf wesentliche Tugenden besinnen. „Wenn sie nur Einsatzwillen, Kampfgeist sowie mannschaftliche Geschlossenheit zeigen und das wirkliche Kerle sind, dann glaube ich, dass sie erstmal da unten rauskommen und dass der Rekord bei uns verbleibt“, hat Becker einen wertvollen Rat für die Schalker.

Schalke 04 fehlen noch fünf Spiele auf den Tasmania-Rekord

Tasmania war in seiner einzigen Bundesliga-Saison (1965/66) 31 Spiele ohne Sieg geblieben, die in dieser Liste zweitplatzierten Schalker stehen vor dem Gastspiel beim FC Augsburg am Sonntag (15.30 Uhr/Sky) bei 26 Spielen. Zuletzt holten die Königsblauen den suspendierten Amine Harit zurück in den Kader.

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Tasmania Berlins Alt-Kapitän Hans-Günter Becker (r.) im Wimpeltausch mit Heinz Lowin von Borussia Mönchengladbach in der Saison 1965/66.

Vor allem der Zusammenhalt in der Mannschaft sei in Krisenzeiten entscheidend. „Bei uns war es so, dass wir uns trotz der Misserfolgsserie immer wieder vorgenommen haben, dass wir als Mannschaft nicht auseinanderfallen, dass wir zusammenhalten und kämpfen und die Einstellung stimmen muss“, sagte der 82-jährige „Atze“ Becker: „Jeder Einzelne muss auch für sich das Beste geben. Wenn das rübergebracht wird, vom Trainer und dem gesamten Vorstand, und jeder bis an seine wirkliche Grenze geht, dann wird alles gut für Schalke.“

Sollten die Gelsenkirchener dennoch den Uralt-Rekord brechen, wäre das für Becker zu verschmerzen. „Tasmania hat ja nicht nur diesen Rekord, es gab ja mehrere“, sagte er.

Tasmania-Boss Almir Numic will den Rekord behalten

Das sieht der Vorstandsvorsitzende von Tasmania Berlin allerdings anders. Almir Numic erklärte im „Kicker“-Interview auch warum. „Sobald unser Rekord in den letzten Jahren ein bisschen gefährdet gewesen war, hatten wir enorme Gratis-Werbung in ganz Deutschland.“ Amateurvereine könnten davon nur profitieren. „Egal, ob man in München, Düsseldorf oder wo auch immer in Deutschland unterwegs ist, verbinden viele sofort eine Geschichte mit Tasmania. Das ist schon lustig. Deswegen würden wir diesen Rekord schon auch gerne weiter behalten.“

So sei der eins unrühmliche Rekord nun deutlich eher ein Segen als ein Fluch. Numic outete sich zudem als BVB-Fan. „Auf der einen Seite habe ich absolut nichts dagegen, wenn Schalke absteigt. Aber jetzt könnten sie wirklich mal einen Sieg einfahren.“ Und auch er findet: „Schalke hat das nicht verdient.“ (eha/sid)

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