Ein fetter Zahltag, der Kick gegen Ajax und neun Flugstunden: Dieser Afrika-Trip verlangt den Bayern alles ab!
Trip nach AfrikaFC Bayern bekommt Mega-Gage für Testspiel
Satte fünf Millionen Euro sollen auf das Konto der Münchner Bayern fließen – und zwar für ein einziges Freundschaftsspiel! Gleich zu Jahresbeginn im Januar geht es in Kenia auf dem Rasen gegen Ajax Amsterdam zur Sache. Diese gewaltige Summe hat die TZ enthüllt.
Doch dieses warme Geldregen-Geschäft fordert seinen Tribut. Für den Rekordmeister bedeutet das reichlich Stress im Alltag. Schließlich wirbelt der weite Abstecher in den Osten Afrikas die Pläne vor dem Rückrundenstart komplett durcheinander. Das berichtet „Spox“.
Der gewohnte Ablauf im Januar ist komplett dahin
Ein Blick in die Vergangenheit beweist, wie ruhig der Start sonst immer ablief. Normalerweise rief der deutsche Branchenprimus seine Stars stets am 2. oder 3. Januar zurück auf den Rasen. Direkt danach besuchten die Profis traditionell ihre Fanklubs, ergänzt durch einen kurzen Testkick in der direkten Umgebung.
Genauso sah das Programm auch zu Beginn dieses Jahres aus: Nach dem Trainingsstart am 3. Januar folgte direkt am 4. der Ausflug zu den treuen Anhängern. Am 6. Januar testete das Team dann gegen RB Salzburg. Der richtige Pflichtspiel-Ernstfall stand erst am 11. Januar auf dem Programm.
Jetzt sieht die Realität allerdings radikal anders und extrem stressig aus. Die Partie gegen das Team aus Amsterdam ist für den 5. Januar angesetzt. Da die Flugzeit nach Kenia etwa neun Stunden beträgt, müssen die Bayern-Stars schon am 4. Januar im Flieger sitzen. Mit einer Rückkehr in die bayerische Landeshauptstadt ist nicht vor dem 6. Januar zu rechnen.
Für eine Verschnaufpause bleibt im Anschluss überhaupt kein Raum. Bereits am 8. Januar rollt der Ball wieder am ersten Bundesliga-Wochenende des neuen Kalenderjahres. Die genaue Anstoßzeit für den FCB ist zwar noch offen. Fest steht aber schon jetzt das Duell mit Borussia Mönchengladbach an besagtem Spieltag. Was direkt danach droht? Drei vollgepackte englische Wochen direkt hintereinander! Zählt man den Auftritt in Kenia dazu, müssen die Süddeutschen innerhalb von nur 27 Tagen satte acht Partien abreißen.
Aber wieso lässt sich der Klub überhaupt auf diesen Reisestress ein? Dahinter steckt ein feierliches Event: Kenia weiht mit dem Raila Odinga International Stadium seine nagelneue National-Arena ein. Genau dieser Prachtbau dient nächsten Sommer auch als Spielstätte für den Afrika Cup, bei dem Kenia gemeinsam mit Tansania und Uganda als Gastgeber auftritt. Durchaus denkbar, dass dann zwei Münchner Akteure an diesen neuen Ort zurückkehren: Bara Ndiaye aus dem Senegal sowie Marokkos Ismael Saibari.
Im Vereinsvorstand kümmert sich Rouven Kasper um Vertrieb und Marketing, und er zeigt sich begeistert von der Reise: „Der FC Bayern hat in Afrika Millionen großartiger Fans, mit denen wir uns eng verbunden fühlen – es ist ein Kontinent mit einer riesigen Fußballbegeisterung. Seit vielen Jahren sind wir mit unserer Audi Summer Tour regelmäßig in Amerika und Asien präsent.“
Der Fokus richte sich laut Kasper nun eben auch auf diesen Erdteil: „Nun bietet sich uns eine neue Möglichkeit, auch in Afrika die Verbindung zu unseren Fans weiter zu stärken, als FC Bayern unmittelbar erlebbar zu sein und die internationale Strahlkraft unseres Klubs zu unterstreichen. Wir werden einen weiteren Beitrag leisten, um die Bundesliga noch sichtbarer zu machen.“ (red)
