Corona-Debakel beim FC Bayern Nach Kimmich jetzt auch Gnabry und Musiala in Quarantäne

Serge Gnabry rümpft im Spiel des FC Bayern München die Nase.

Serge Gnabry, hier am 19. November im Bayern-Spiel beim FC Augsburg, muss erneut in Quarantäne.

Der FC Bayern München muss neben Joshua Kimmich jetzt auch auf Serge Gnabry, Jamal Musiala, Eric-Maxim Choupo-Moting und Michael Cuisance verzichten. Alle Ungeimpften sind in Quarantäne.

München. Die Impf-Posse beim FC Bayern München treibt immer wildere Blüten. Wie der Verein am Sonntag (21. November 2021) mitteilte, müssen jetzt auch Serge Gnabry (26), Jamal Musiala (18), Eric-Maxim Choupo-Moting (32) und Michael Cuisance (22) in Quarantäne.

Sie hatten Kontakt zu einer Corona-positiven Person aus dem Team-Umfeld und müssen sich, anders als die geimpften Teamkollegen, für eine Woche in häusliche Isolation begeben. Der FC Bayern informierte am Mittag in einer kurzen Mitteilung über die Maßnahme.

Serge Gnabry, Jamal Musiala und Co. fallen für zwei Spiele aus

Trainer Julian Nagelsmann (34) muss damit im Gastspiel in der Champions League bei Dynamo Kiew am Dienstag (23. November, 18.45 Uhr) auf zahlreiche Stars verzichten. Auch Kimmich steht für die Partie in der Ukraine noch nicht wieder zur Verfügung.

Während Kimmich im kommenden Bundesliga-Spiel gegen Arminia Bielefeld am 27. November dann wieder aus der Quarantäne entlassen sein dürfte, wird das frisch isolierte Quartett die Partie wiederum verpassen. Nach den lösbaren Aufgaben steht eine Woche später dann der Bundesliga-Gipfel gegen Borussia Dortmund an. Ein erneuter Corona-Fall im Umfeld der Münchner und das Quintett würde die Partie verpassen.

In der Münchner Führungsetage dürfte der Ärger über die erneuten Quarantäne-Ausfälle noch einmal anschwellen. Die vierte Corona-Welle trifft den FC Bayern aktuell hart, die bayrische Landesregierung hatte unter der Woche bereits verkündet, dass die kommenden Heimspiele in der Allianz-Arena nur noch mit 25 Prozent Stadion-Auslastung stattfinden dürfen.

Bayern München will ungeimpften Profis in Quarantäne das Geld streichen

Erst am Samstagabend hatte die „Bild“ berichtet, dass es den ungeimpften Profis jetzt ans Geld geht. Die Bayern-Führung soll den fünf Profis klargemacht haben, dass es für den Zeitraum von Quarantäne-Ausfällen kein Gehalt gibt.

Die Debatte rund um die Impf-Zögerer der Münchner wird indes immer schärfer. Experte Didi Hamann (48) tobte am Sonntagmorgen bei „Sky90“ über die Bayern-Profis.

Dietmar Hamann und Neven Subotic über Impf-Debatte beim FC Bayern

„Was ist, wenn es passiert, dass vor dem Champions League-Achtelfinale sechs oder acht Spieler in Quarantäne müssen? Manuel Neuer oder Thomas Müller werden jetzt sicherlich bei Oliver Kahn vorstellig, und machen Druck, damit alle geimpft werden. Die Vereine sollen alle Mittel ausschöpfen und den Ungeimpften das Gehalt kürzen“, forderte Hamann.

Im „Doppelpass“ auf Sport1 glaubte der langjährige Bundesliga-Profi Neven Subotic (32) dagegen nicht, dass sich etwa Joshua Kimmich durch ausgesetzte Gehaltszahlungen beeindrucken ließe.

„Ich glaube, Kimmich hat genug. Dem wird das wenig wehtun. Es geht vielmehr für ihn um das Image. Wenn er für etwas steht und zwei Tage später für etwas Geld seine Meinung ändert“, so der Ex-Profi von Borussia Dortmund. (bc)

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