Viele Tote und Verletzte Amoklauf an russischer Schule – auch Kinder unter den Opfern

Neue Impf-Aussagen Joshua Kimmich mit denkwürdigem TV-Interview – Lothar Matthäus reagiert

Bayerns Joshua Kimmich im ZDF-Sportstudio.

Bayerns Joshua Kimmich will sich nun doch gegen Covid impfen lassen. Zu seinen Beweggründen äußerte er sich am Sonntag (12. Dezember 2021) in einem Interview im ZDF-„Sportstudio“.

Sein Zögern löste einiges aus. Doch jetzt will sich Joshua Kimmich vom FC Bayern München doch gegen Corona impfen lassen.

Fußball-Nationalspieler Joshua Kimmich (26) will sich dem ZDF zufolge nach einer Corona-Infektion nun gegen das Virus impfen lassen. Der Profi des FC Bayern München sagte dem Sender laut einem Bericht vom Sonntag (12. Dezember 2021): „Generell war es für mich einfach schwierig, mit meinen Ängsten und Bedenken umzugehen, deshalb war ich auch so lange unentschlossen.“

Kimmich sprach in einem Interview mit der „Sportstudio Reportage“ im ZDF (Ausstrahlung Sonntag, 17.10 Uhr) über seine gesundheitliche Situation. Der gerade erst von Corona genesene Kimmich bedauerte in dem Gespräch, dass er sich nicht früher zu einer Impfung entschlossen habe.

So sagte er in dem durchaus denkwürdigen Interview: „Vielleicht musste ich auch erst das durchleben, was ich jetzt durchlebt habe. Natürlich, rückblickend gesehen, würde ich gerne die Entscheidung des Impfens früher treffen, aber zum damaligen Zeitpunkt war es mir eben nicht möglich.“ Er zeigte in dem Gespräch auch Verständnis für die zum Teil deutliche Kritik an ihm. „Trotzdem muss ich persönlich sagen, dass da zum Teil einige Grenzen überschritten wurden.“

Alles zum Thema Joshua Kimmich

Lothar Matthäus: „Seit Kimmich fehlt, merkt man das“

Lothar Matthäus (60) sagte bei „Sky90“ am Sonntag: „Ich hoffe, dass viele den Weg, den er jetzt gehen will, mit ihm gehen.“ In der Sendung saß auch Sven Mislintat (49, VfB Stuttgart), er sah Kimmichs Impf-Ankündigung als wichtiges Signal: „Das freut mich. Ich hatte auch Corona und war froh, dass ich doppelt geimpft war und hatte einen extrem milden Verlauf. Wir wissen um die Entwicklung in den Krankenhäusern Bescheid, deshalb klares Ja fürs Impfen.“

Matthäus sprach auch noch mal über die Schwierigkeiten, die Kimmich den Bayern bereitet hatte: „Seit Kimmich fehlt, merkt man das. Er ist ein Unterschiedsspieler, den die Bayern in den schwierigen Spielen brauchen.“

Joshua Kimmich fehlt FC Bayern bis Januar 2022

Kimmich hatte zuletzt wegen Quarantänen und dann einer eigenen Infektion zahlreiche Spiele der Bayern verpasst. Jetzt fällt er sogar noch bis Januar aus, weil er gesundheitliche Probleme hat. Er sagte zuletzt: „Ich freue mich, dass meine coronabedingte Quarantäne beendet ist. Mir geht es sehr gut, allerdings kann ich aufgrund von leichten Infiltrationen in der Lunge aktuell noch nicht voll trainieren. Ich werde daher ein Aufbautraining absolvieren und kann es kaum abwarten, im Januar wieder voll mit dabei zu sein.“

Die Lage sei „nicht so dramatisch, dass man Folgeschäden erwarten kann“, sagte Bayern-Trainer Julian Nagelsmann (34) über Kimmichs Gesundheit nach der Coronainfektion.

Der Bayern-Profi hatte sich während der ersten Welle sehr im Kampf gegen das Coronavirus engagiert, gemeinsam mit Kollege Leon Goretzka (26) sogar die Stiftung „We kick Corona“ gegründet. Dann wurde bekannt, dass er sich aufgrund von Bedenken über Langzeitschäden gegen die Impfung mit dem mRNA-Impfstoff sperrt.

Viele Experten schüttelten den Kopf über Kimmich. Der Kölner Herz-Experte Professor Marc Horlitz sagte über Kimmich: „Er ist ein hochintelligenter Mensch, der hat ein Abitur von 1,7. Der weiß, was er tut, deshalb kann man solche Spieler auch nur auf der Vernunftebene erreichen. Da muss man sich Zeit nehmen und Überzeugungsarbeit leisten. Ich hoffe, dass er zur Einsicht kommt. Was ich aber noch nicht ganz verstanden habe ist: Warum lassen sich hochintelligente Leute nicht impfen? Das sind Menschen, die Führung übernehmen, die im Team und in der Gesellschaft Verantwortung übernehmen.“

Impf-Debatte um Bayern-Star: „Was geht in Joshua Kimmichs Kopf vor?“

Gerade der Bayern-Star gibt Horlitz da Rätsel auf: „Kimmich ist der Leader in der Nationalmannschaft, bei Bayern München ein absoluter Führungsspieler. Er hat mit der Aktion „We kick Corona“ mit Leon Goretzka eine Spendenaktion ins Leben gerufen, die vorbildlich ist. Und da frage ich mich auch: Was geht da in dem Kopf vor, dass er sich nicht impfen lässt? Wenn wir da rankommen und es gelingen würde, dass solche Sportler sich impfen lassen würden, hätten sie eine riesengroße Chance, sich doch noch als Vorreiter für die Gesellschaft zu positionieren. Es darf dabei aber keiner das Gesicht verlieren. Alle Argumente sprechen nur für die Impfung.“

Bei Sky90 nahmen sie Kimmich in Schutz. Moderator Patrick Wasserziehr (55), der das Interview mit Kimmich geführt hatte, sagte: „Ich hatte das Gefühl, dass er unsicher ist, ängstlich und dass er deshalb gezögert hat. Jetzt macht er den richtigen Schritt.“

Jetzt hat sich Kimmich endlich durchgerungen und er will sich impfen lassen. Als Genesener hätte er zwar auch ohne Impfung sechs Monate wenig Einschränkungen bei der 2 G-Regel (genesen oder geimpft), seine Entscheidung dürfte bei vielen jedoch als richtiges und wichtiges Signal wahrgenommen werden. (ach, ubo)

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.