Nach TrainerwechselScharfe-Kritik am „Doppelpass“-Auftritt von Salihamidzic: „Einstudierter Müll“

Das Aus von Bayern-Trainer Julian Nagelsmann beschäftigt Fußball-Deutschland auch am Sonntag. Im „Doppelpass“ auf Sport1 stellte sich Sport-Vorstand Hasan Salihamidzic, an seinem Auftritt regte sich aber viel Kritik.

Es sollte ein DFB-„Doppelpass“ werden, doch der Sport1-Talk wurde auch in der Länderspielpause am Sonntag (26. März 2023) zur Bayern-Runde. Nach der kurzfristigen Einladung von Sport-Vorstand Hasan Salihamidzic (46) wegen der Freistellung von Trainer Julian Nagelsmann (35) war der FC Bayern in der Expertenrunde das bestimmende Thema.

Nachdem Salihamidzic und Vorstands-Boss Oliver Kahn (53) bereits auf der mehr als einstündigen Pressekonferenz am Vortag ausführlich über ihre Beweggründe gesprochen hatten, brachte das wenig souveräne Brazzo-Gastspiel im „Doppelpass“ allerdings kaum neue Erkenntnisse. Von Fans hagelte es daher Kritik bei Twitter.

Fan-Kritik am Doppelpass-Auftritt von Hasan Salihamidzic

„Brazzo antwortet auf jede Frage den gleichen einstudierten Müll“, schimpfte ein Nutzer schon nach den ersten Minuten und heimste damit dutzende Likes ein. Ein anderer schrieb: „Lächerliches Gewäsch. ,Toller Trainer‘ – ,gute Stimmung‘ – ,gerne weiter zusammengearbeitet‘ … dann entlasst den Trainer nicht.“

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Dass es im „Doppelpass“ zunächst wenig Kritik und selbst von Stefan Effenberg (54) viel Verständnis für den Trainerwechsel gab, ärgerte einen weiteren Anhänger. „War ja klar, dass wieder alle pro Bayern reden … Null kritische Nachfrage an Salihamidzic. Für mich nur noch eine Lachnummer, sorry“, schimpfte ein Nutzer.

Deutschlands nächster Welttrainer?

Julian Nagelsmanns Karriere in Bildern

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Salihamidzic begründete das Nagelsmann-Aus wie schon am Vortag mit dem klaren Negativ-Trend, beklagte eine „Leistungskurve, die ständig nach unten geht“. Die Leistungen in den vergangene Wochen kritisierte er als „ungenügend“.Nehmen Sie hier an der EXPRESS.de-Umfrage teil:

Eine Argumentation, der sich auch Effenberg anschloss. Dem früheren Bayern-Kapitän waren die „Schwankungen“ in den Leistungen zuletzt deutlich zu groß. Auch die Umstände der Nagelsmann-Freistellung, die der Trainer selbst aus den Medien erfahren hatten, verteidigte„ Effe“: Das Vorgehen der Bayern, erst bei Nachfolger Thomas Tuchel (49) Nägel mit Köpfen zu machen, sei logisch und richtig. 

Auch dieser Herleitung konnten längst nicht alle folgen. „Bin sonst echt ein Fan des ,Doppelpass‘. Aber keine kritische Stimme zur Entlassung, obwohl es sicherlich viel zu sagen gäbe. Enttäuschend heute“, urteilte ein User. Ein anderer stimmte ernüchtert zu: „Dopa ist heute FCBayern TV. Alle geben Nagelsmann die Schuld. Keinerlei Selbstkritik von Hasan, dass er das ein oder andere besser hätte machen können.“ (bc)