Ewald Lienen hatte am WM-Finale nicht allzu viel Freude. Mit einem Protagonisten ging der frühere Bundesliga-Trainer hart ins Gericht.
Sogar mit Mafia-VergleichEwald Lienen macht WM-Star massive Vorwürfe

Nach dem Ende der XXL-WM ist bei vielen Fußball-Fans vor allem eines angesagt: Durchatmen! Über einen Monat lang rollte praktisch täglich der Ball, oft auch verbunden mit langen Nächten und vier Spielen in Folge.
Auch der frühere Bundesliga-Trainer Ewald Lienen und DAZN-Kommentator Michael Born haben nach dem Finale genug von der Weltmeisterschaft und zogen ein bitteres Fazit. „Ich bin zutiefst dankbar, dass diese Veranstaltung jetzt vorbei ist. Ganz ehrlich, mir reicht es. Ich habe die Schnauze voll“, wurde Born gleich zu Beginn des gemeinsamen Podcasts „Der Sechzehner“ deutlich.
Ewald Lienen schimpft: „Neues Level erreicht worden“
Ähnlich ging es auch Lienen, der zwar am torreichen Spiel um Platz drei zwischen England und Frankreich (6:4) noch mal seinen Spaß hatte, dem Finale und besonders dem Auftritt der unterlegenen Argentinier nicht allzu viel abgewinnen konnte.
„Ich glaube, dass wir alle heilfroh waren, dass zumindest dieses eine Tor gefallen und Spanien dann als verdienter Weltmeister vom Platz gegangen ist“, sagte Lienen über das Endspiel, bei dem Argentinien bis in die Endphase der Verlängerung ohne Torschuss geblieben war.
Am Auftritt der Gauchos störte Lienen aber nicht nur die defensive Spielweise, sondern vor allem auch die teils überharte Gangart. In diesem Zusammenhang guckte sich der langjährige Bundesliga-Profi einen Sünder aus: Mittelfeld-Rüpel Leandro Paredes (32).
„Es ging einfach nur ums Zerstören. Nichts anderes“, sagte Lienen über dessen Einwechslung zur Pause für Offensiv-Kraft Nico González (28): „Ich glaube, dass Paredes zu irgendeiner argentinischen Gang gehört.“

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Ewald Lienen ärgerte sich als Zuschauer über das Finale der WM 2026.
Anschließend wurde Lienen noch deutlicher und schimpfte: „Paredes kannst du als Cleaner in jeder mafiösen Organisation einsetzen. Da ist der moralische Kompass komplett verschoben. Der hat nicht nur kein Unrechtsbewusstsein, der hat Spaß daran, andere Leute zu provozieren und umzustoßen.“
Das Verhalten des Argentiniers, der im Spiel Gelb sah, dann mehrfach kurz vor der Ampelkarte stand und nun für seinen Ausraster direkt nach Abpfiff nachträglich gesperrt werden dürfte, erstaunte Lienen derart, dass er bei einem anderen Profi mit Rüpel-Image sogar Abbitte leistete.
„Im Nachhinein, und das ist für mich eine Herzensangelegenheit, muss ich meine Fundamentalkritik an Dominik Kohr einordnen und neu formulieren. Hier ist ein neues Level erreicht worden. Gegenüber Paredes ist Dominik Kohr ein Anwärter auf den Fairness-Preis“, scherzte Lienen über den beinharten Mainzer.
Der Abräumer fällt in der Bundesliga regelmäßig mit überhartem Einsatz auf und war im Podcast schon mehrfach extrem kritisch besprochen worden. Vorerst dürfte Kohr nun aber bei Lienen und Born entlastet sein.
