Monate voller Zoff, Machtkämpfe und ein „Kasperletheater“ – die TSG Hoffenheim hat eine wilde Zeit hinter sich. Jetzt haben die Mitglieder ein Machtwort gesprochen und einen neuen Vereins-Boss bestimmt. Seine Mission: den Klub wieder in ruhige Fahrwasser lenken.
Ende des ChaosHoffenheim wählt neuen Chef – und der erste Neuzugang ist auch schon da

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Nimmt die ersten Glückwünsche entgegen: Der neue erste Vorsitzende, André Kreuzwieser
Bei der Mitgliederversammlung wurde André Kreuzwieser mit einer klaren Mehrheit zum neuen ersten Vorsitzenden gekürt. Er erhielt 759 Stimmen, wie die dpa meldet. Nötig wären nur 504 gewesen.
„Ich bin überwältigt von dem Zuspruch und bin mir der Verantwortung bewusst“, erklärte Kreuzwieser sichtlich ergriffen. Er stellte klar, dass das Teamwork an erster Stelle stehen müsse und keine Person wichtiger als der Verein selbst sei. Ihm zur Seite steht Florian Beil als neuer zweiter Vorsitzender.
Sportchef Schicker rechnet ab: „Ein Kasperletheater“
Mit der Wahl endet eine Phase heftiger interner Querelen. Der frühere Interimsvorsitzende Christoph Henssler hatte versucht, Sportgeschäftsführer Andreas Schicker zum Sportdirektor herabzustufen. Dieser Plan scheiterte, woraufhin Henssler im Februar seinen Hut nahm.
Vor den über 1.000 anwesenden Mitgliedern fand Schicker deutliche Worte für die vergangenen Wochen. Der Österreicher erntete lauten Beifall für seine Abrechnung: „Es waren keine guten Tage, es waren turbulente Tage - und es war ein Kasperletheater, das wir uns alle gerne erspart hätten.“
Für die Zukunft forderte Schicker, es dürfe bei der TSG „keine Lager, keine Gewinner, keine Verlierer“ geben. Er unterstrich, dass er sich nun endlich wieder voll und ganz auf den sportlichen Bereich konzentrieren wolle.
Erster Sommer-Transfer aus St. Gallen perfekt
Und Schicker lieferte auch gleich eine positive Nachricht: Er gab den ersten Neuzugang für den Sommer bekannt. Vom Schweizer Vize-Meister FC St. Gallen wechselt der Angreifer Alessandro Vogt in den Kraichgau. Medienberichten zufolge unterschreibt der 21-Jährige einen Vertrag über fünf Jahre.
Ein brisantes Thema kam ebenfalls zur Sprache: Eine Liste mit Mitgliederdaten war im Vereinsumfeld in Umlauf geraten. Das wurde zunächst als möglicher Verstoß gegen den Datenschutz geprüft. Laut TSG konnte ein Rechtsgutachten diesen Verdacht aber mittlerweile aus der Welt schaffen. (red)
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