Visa-Irrsinn um Irans WM-Team: Einreise nur an Spieltagen.
Einreise-Zoff um IranTeam darf nur an Spieltagen in die USA – FIFA sichert Hilfe zu

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Irans Fußballer verlegten kurzfristig ihr WM-Quartier von den USA nach Mexiko.
Ein WM-Auftakt wie ein schlechter Film. Für die Nationalelf aus dem Iran ist die Ankunft in Mexiko alles andere als ein Grund zur Freude. Über der gesamten Vorbereitung liegt die düstere Wolke des politischen Streits mit den USA. Die Mannschaft musste ihr Lager unfreiwillig von Arizona nach Tijuana verlegen. Der Hammer: Offenbar bekamen etliche Funktionäre, sogar Verbandschef Mehdi Tadsch, kein US-Visum.
Inmitten dieses ganzen Durcheinanders meldet sich jetzt der Weltfußballverband zu Wort. Per Video-Call führte FIFA-Generalsekretär Mattias Grafström ein Gespräch mit dem Chef des iranischen Verbands, das laut Mitteilung als „äußerst fruchtbare Diskussion“ beschrieben wird. Grafström sicherte zu, dass man die Kooperation weiterführen werde, „um sicherzustellen, dass die Mannschaft und die Delegation positive Erfahrungen machen und alle notwendigen Voraussetzungen gegeben sind, um auf dem Spielfeld anzutreten“.
Visa-Irrsinn: Team darf nur für Spiele einreisen
Die Lage ist aber noch viel dramatischer. Der Botschafter des Iran in Mexiko legte die knallharten Fakten auf den Tisch: Die Spieler dürfen die USA ausschließlich an den Tagen ihrer WM-Spiele betreten. Eine unfassbare Situation für eine Turniermannschaft! Aus diesem Grund hatte der iranische Verband schon öfter bei der FIFA sein Leid über den Mitausrichter USA geklagt.
Dieser Dialog zwischen dem Verband und der FIFA ist nicht erst gestern entstanden. Bereits im Mai traf sich FIFA-Funktionär Grafström mit Tadsch, als das iranische Team in der Türkei für die WM trainierte. Damals wie heute ging es um das gleiche Thema, wie die FIFA bestätigte: „Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Koordination und Planung, um eine reibungslose Teilnahme der Islamischen Republik Iran an dem Turnier zu gewährleisten“.
Trotz allem Chaos muss der Fokus jetzt auf dem Rasen liegen, denn für die iranische Mannschaft stehen drei entscheidende Partien in der Vorrunde an. Los geht es am 16. Juni (3.00 Uhr MESZ) in Los Angeles mit dem Spiel gegen Neuseeland. Das zweite Duell steigt am 21. Juni (21.00 Uhr MESZ) gegen Belgien, wieder in L.A. Die Gruppenphase endet für das Team am 27. Juni (5.00 Uhr MESZ) mit der Begegnung gegen Ägypten in Seattle. (dpa/red)
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