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Tränen beim DFB-JuwelWM-Traum von Lennart Karl nach Verletzung jäh geplatzt

Fußball-WM 2026 - Vorbereitung Chicago

Copyright: Federico Gambarini/dpa

Lennart Karl auf dem Weg zum Training im Soldier Field, bei dem seine WM-Träume platzten.

Bitteres WM-Aus für DFB-Talent Karl. Rivale Sané jubelt.

Der riesige Traum von der WM ist geplatzt. Während Leroy Sané den Siegtreffer bejubelt, endet für das DFB-Talent Lennart Karl (18) das Turnier noch vor dem ersten Anpfiff. Eine bittere Geschichte, die echt nahegeht.

Während in Chicago ausgerechnet Leroy Sané (30) nach seinem entscheidenden Tor gegen die Vereinigten Staaten im Zentrum der feiernden deutschen Mannschaft stand, befand sich der vom Pech verfolgte Lennart Karl schon wieder in Deutschland. Völlig am Boden zerstört. Dabei hatte er sich so viel vorgenommen: Bei der Generalprobe für das Turnier wollte er mit gerade einmal 18 Jahren seine rasante Karriere auf der ganz großen Fußballbühne vergolden.

USA - Deutschland

Copyright: Christian Charisius/dpa

Torschütze Leroy im Zentrum der deutschen Jubeltraube.

Und was passierte stattdessen? Sein Rivale Sané übernahm die Position auf der rechten Außenbahn, schoss in der 57. Spielminute mit seinem kraftvollen linken Fuß den 2:1-Siegtreffer und avancierte zum Helden des Spiels. Hinterher meinte er dazu: „Mein Tor ist mir egal, das Team ist mir wichtiger. Das ist mir wichtiger, dass wir alle zusammen an einem Strang ziehen und die Spiele positiv angehen.“

Muskelriss nach einem harmlosen Schuss

Karls Ziel war es, ein fester Bestandteil dieses Teams zu werden. Aber ausgerechnet ein „relativ einfacher Torschuss“ während der Vorbereitung kurz vor dem finalen Testspiel für die WM verursachte einen Riss eines Muskelbündels in seinem linken Oberschenkel, wie Bundestrainer Julian Nagelsmann erläuterte. Damit fand Karls persönliches Sommermärchen von der WM ein abruptes Ende.

Das junge Talent des FC Bayern weinte im Stadion bittere Tränen. Die Emotionen kochten auch hoch, als er sich im Mannschaftshotel von seinen versammelten Teamkollegen verabschiedete. Bernd Neuendorf, der Präsident des DFB, schilderte bewegende Momente. Karl selbst habe ebenfalls einige Worte an die Mannschaft gerichtet, „obwohl ihm das schwergefallen ist. Er war extrem traurig“.

Karl: „Unbeschreiblich schmerzhaft“

In einem Beitrag auf Instagram äußerte sich der nur 1,68 Meter messende „Lenny“, wie er von allen genannt wird, zu seinen Emotionen. Unter einem Foto, das ihn auf dem Rasen liegend zeigt, offenbarte er seine Gefühlswelt: „Ich weiß kaum, wo ich anfangen soll, aber es tut einfach unbeschreiblich weh, das größte Turnier verpassen zu müssen. Ich habe alles getan, um für die Weltmeisterschaft fit zu sein. Leider kommen Verletzungen oft zum unglücklichsten Zeitpunkt.“

Die Anteilnahme war riesig und kam von überall. Der Nationaltrainer sprach von „einem großen Schock“ für das gesamte Team. Sein Mannschaftskapitän und Kollege beim FC Bayern, Joshua Kimmich, sagte: „Für Lenny tut es mir brutal leid.“ Auch Lothar Matthäus, der Rekordnationalspieler, der in seiner eigenen Laufbahn schwere Verletzungen meistern musste, zeigte sich betroffen. Eine WM sei „ein Kindheitstraum“. Karl sei regelrecht „in den Himmel geschossen“. Matthäus fügte hinzu: „Diesen Schock, den muss er auch vom Kopf her verarbeiten“.

WM-Aus: Ouédraogo nominiert, Karl in der Reha

Und was ist der Plan für die nächste Zeit? Für Karl steht nun Rehabilitation anstelle der Weltmeisterschaft auf dem Programm. Von seinem Club erhielt er die Zusage für uneingeschränkte Hilfe. Sportvorstand Max Eberl hob hervor: „Es ändert sich nichts daran, wie viel Talent, Leidenschaft und Zukunft in Lenny stecken.“ Karls eigene Reaktion kam sofort und war kämpferisch: „Ich komme zurück, stärker.“

In eine ähnliche Kerbe schlug auch Rudi Völler, der Sportdirektor des DFB: „Wir sagen alle das Gleiche: ‚Lenny, du bist noch jung. Du wirst noch viele Turniere spielen können‘.“

Aber so ist das Geschäft im Fußball: Der Blick richtet sich stets nach vorne. Zur Überraschung vieler wurde jetzt Assan Ouédraogo, der 20-jährige Spieler aus Leipzig, in das 26-köpfige Aufgebot berufen. Währenddessen schloss Sané in der Vorbereitungspartie die entstandene Lücke auf der rechten Außenbahn.

Assan Ouedraogo

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Der Nachrücker: Assan Ouédraogo. (Archivbild)

Gegen das US-Team zeigte sich Sané sehr engagiert und mit einer optimistischen Ausstrahlung. Seine Bemühungen waren lange Zeit nicht von Erfolg gekrönt, aber dann nutzte er seine Chance, nachdem Kai Havertz, der Schütze des 1:0, ihm den Ball ideal serviert hatte. Völler äußerte sich im Anschluss anerkennend: „Leroy hat gute Tempodribblings gehabt. Das ist seine große Qualität. Und er hat ein schönes Tor erzielt. So darf er ruhig weitermachen.“

USA - Deutschland

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Leroy Sané (r) bei seinem Siegtor mit dem starken linken Fuß.

Nagelsmann zeigte sich nach dem 76. Länderspieleinsatz von Sané ebenfalls „insgesamt zufrieden“, gab ihm jedoch keine Startelf-Garantie: „Wir haben mehrere Optionen.“ Er zählte dabei namentlich Maximilian Beier, Jamie Leweling, Jamal Musiala sowie Havertz auf. Sané selbst gab sich kämpferisch: „Wir sind ein gutes Team. Wir freuen uns riesig auf die WM und wollen angreifen.“ Worte, die auch von Lennart Karl hätten stammen können. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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