Eine auch bei der WM umgesetzte Regeländerung kam beim Länderspiel zwischen Deutschland und Finnland zum Einsatz. Kommentator Oliver Schmidt klärte das Publikum im ZDF auf.
Schiri wird ungeduldigZDF-Kommentator erklärt neue Regel bei Deutschland-Spiel

13 Minuten waren beim Testspiel zwischen Deutschland und Finnland am Sonntag (31. Mai 2026) gespielt, da verlor Schiedsrichter Matheus Delgado Candancan (27) ein erstes Mal die Geduld. Bei einem Einwurf der Gäste verlangte der Brasilianer mehr Eile und forderte die Ausführung mit einem Pfiff energisch ein.
Linksverteidiger Ryan Mahuta (23) hatte sich nach dem Geschmack des Referees zu viel Zeit gelassen, woraufhin eine neue Regel zum Einsatz kam, die bei den 104 Spielen der Weltmeisterschaft zum Standard gehören und vor allem die lästige Spielverzögerung reduzieren soll.
Regeländerung vor der WM nicht nur beim Einwurf
In der Live-Übertragung im ZDF erklärte Kommentator Oliver Schmidt (54) den Pfiff des Schiedsrichters und dessen Bedeutung: „Der brasilianische Schiedsrichter hat gepfiffen, damit der Einwurf schnell ausgeführt wird, und hat dann einen Fünf-Sekunden-Countdown runtergezählt. Es soll alles schneller gehen, weniger Pausen, weniger Zeitspiel.“
Bei der WM ist der Einwurf-Countdown eine von mehreren Anpassungen, die in den derzeitigen Test-Länderspielen bereits zur Anwendung kommen, damit die Spieler sich bis zur Endrunde schon einmal an die Regelverschärfungen gewöhnen.
Im Duell zwischen Japan und Island etwa ging Kristian Nökkvi Hlynsson (22) am Sonntag nicht innerhalb der vorgeschriebenen maximal zehn Sekunden vom Platz.
Einwechselspieler Isak Snaer Thorvaldsson (25) durfte daher erst nach einer Wartezeit von mindestens einer Minute bei der folgenden Spielunterbrechung aufs Feld. Bitter für Island: Die Unterbrechung ergab sich ausgerechnet durch den japanischen Treffer zum 1:0, den die Asiaten entsprechend in der kurzen Überzahl erzielten.
Hätte Finnland den Einwurf im Länderspiel in Deutschland übrigens nicht bis zum Ablauf des Schiri-Countdowns ausgeführt, hätte der Ballbesitz gewechselt und die DFB-Auswahl hätte an derselben Stelle den Einwurf ausführen dürfen.
