Ein erneuter Patzer und die Auswechslung zur Halbzeit beenden die WM für Fernando Muslera im Tor von Uruguay. Trainer Marcelo Bielsa zog gegen Spanien die Reißleine.
Demütigung für WM-KeeperPannen-Torwart zur Halbzeit ausgewechselt

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Fernando Muslera musste beim Uruguay-Spiel gegen Spanien nach der Pause in der Kabine bleiben.

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Was für ein demütigender WM-Auftritt für Pannen-Torwart Fernando Muslera (40). Der langjährige Uruguay-Schlussmann patzte beim Spiel gegen Spanien ein weiteres Mal bei dieser Weltmeisterschaft und wurde beim Stand von 0:1 zur Halbzeit ausgewechselt.
Trainer Marcelo Bielsa (70) nahm den Routinier im Vorrunden-Endspiel nach 45 Minuten vom Feld. Der hatte schon beim 2:2 gegen Kap Verde bei beiden Gegentoren nicht gut ausgesehen, ebenso wie beim 1:1 zum Auftakt gegen Saudi-Arabien. Bielsa sagte nach Abpfiff: „Ich habe diese Entscheidung nicht getroffen, Muslera selbst hat sich dafür entschieden.“
Muslera bei WM-Auftritten immer wieder mit Patzern
Besonders bitter aus Trainer-Sicht: Bielsa hatte Muslera erst im März nach vier Jahren ohne Länderspiel wieder zurückgeholt, setzte auf den Faktor Erfahrung zwischen den Pfosten. Gegen Spanien bestritt Muslera sein Länderspiel Nummer 137.
Bei vorigen Weltmeisterschaften hatte der lange in der Türkei aktive Schlussmann schon 16 Mal für sein Land im Tor gestanden, allerdings gehörten Unsicherheiten und Patzer stets zu seinen WM-Auftritten dazu.
Der zur Halbzeit eingewechselte Sergio Rochet (33) hatte sich in den vergangenen Jahren als Nummer eins bei den Himmelblauen etabliert, zog gegen Muslera vor der WM allerdings den Kürzeren.
Nun profitierte er vom Rückzieher von Muslera, der sich nervlich offenbar nicht mehr imstande sah, den zweiten Durchgang zu bestreiten.
Das spanische 1:0 hatte Muslera maßgeblich begünstigt, als er einen Schuss von Alex Baena (24) aus rund 13 Metern durch die Finger hatte rutschen lassen. Uruguay, das mindestens einen Punkt gegen den Weltmeister von 2010 benötigt hätte, stand durch den fehlenden Rückhalt seines Keepers mit dem Rücken zur Wand.
Die Zeitung „El Observador“ schimpfte zur Pause über Muslera: „Einmal mehr direkt für Uruguays Rückstand verantwortlich. Eine grauenhafte WM, konnte nicht seine Berufung und noch viel weniger seinen Stammplatz rechtfertigen.“ Im Vorfeld hatten viele Fans bereits kritisiert, dass Bielsa den Unsicherheitsfaktor ins Team zurückgeholt hatte.
