Nach Bayerns Corona-Chaos-Spiel Liga reagiert: DFL prüft Neuregelung zu Spielabsetzungen

Thomas Müller im Spiel des FC Bayern gegen Borussia Mönchengladbach im Duell mit Nico Elvedi.

Thomas Müller im Spiel des FC Bayern gegen Borussia Mönchengladbach im Duell mit Nico Elvedi.

Der FC Bayern musste trotz neun positiven Corona-Fällen die Partie gegen Mönchengladbach bestreiten, anschließend gab es viel Kritik an der Spielordnung. Die DFL will diese nun überprüfen lassen.

Der FC Bayern München litt zum Rückrundenauftakt gegen Borussia Mönchengladbach (1:2) unter den Corona-Ausfällen. Insgesamt neun Profis des Rekordmeisters standen aufgrund von positiven Tests nicht zur Verfügung, hinzu kamen auch verletzte Spieler.

Diese zählten laut DFL-Regelwerk aber zu einsatzfähigen Spielern, weshalb die Bayern (inklusive der Amateur- und Jugendspieler) auf mehr als 15 spielfähige Spieler kamen. Das sorgte sowohl im Vorfeld, als auch im Nachgang der Partie zu Diskussionen.

FC Bayer mahnte Überarbeitung der Spielordnung an

FC Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender Oliver Kahn (52) hatte kürzlich eine Überarbeitung der Spielordnung angemahnt. Auch Trainer Julian Nagelsmann (34) regte an, das Thema noch einmal zu diskutieren.

Das tut die DFL wohl nun auch. Wie die Deutsche Fußball Liga am Dienstag (11. Januar 2022) bekanntgab, werde man die aktuellen Regelungen für mögliche Spielabsetzungen von der Saison 2022/23 an erneut überprüfen lassen.

DFL prüft Änderung der Spielordnung

Das DFL-Präsidium habe die „Kommission Fußball“ damit beauftragt „die bereits begonnene Überprüfung der zuletzt am 14. Mai 2020 ergänzten Regelung insbesondere mit Blick auf die Definition von und den Umgang mit Langzeitverletzten“ fortzusetzen und Vorschläge zu erarbeiten.

Von einer Änderung der Regelung noch während der laufenden Saison werde „mit Blick auf die Integrität des Wettbewerbs zum gegenwärtigen Zeitpunkt abgesehen“, heißt es weiter.

Grundlage ist die DFL-Spielordnung, wonach 16 einsatzbereite Spieler für den Anpfiff genügen. Gesperrte Spieler oder Spieler mit „sporttypischen“ Verletzungen gelten aber laut Statuten als „zur Verfügung stehend“. Bei den Bayern galt das beispielsweise für den verletzten Nationalspieler Leon Goretzka (26). (tsc/dpa)

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