Nach Chelsea-Triumph: Holt Havertz den Pott für Arsenal?
Der deutsche ZaubererKai Havertz will mit Arsenal den historischen Champions-League-Titel

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DFB-Star Kai Havertz könnte seinen zweiten Champions-League-Titel gewinnen. (Archivbild)
Die allergrößten Abende im europäischen Vereinsfußball sind für Kai Havertz (26) nichts Neues. Sein entscheidendes Tor, das dem FC Chelsea 2021 den Sieg im Finale der Königsklasse bescherte, bleibt unvergessen. Fünf Jahre später sind die Erwartungen wieder auf den deutschen Auswahlkicker gerichtet – diesmal jedoch im nördlichen Teil von London.
Bei Chelseas Erzrivalen, dem FC Arsenal, sehnt man sich nach dem historischen ersten Sieg in der höchsten europäischen Spielklasse. Und Kai Havertz ist der Mann im Zentrum des Geschehens. „Die Champions League zu gewinnen ist ein tolles Gefühl. Aber es wäre noch schöner, wenn ich das mit Arsenal schaffen könnte. Das würde mir viel mehr bedeuten“, erklärte der deutsche Nationalspieler.

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Seit 2019 als Trainer beim FC Arsenal: Mikel Arteta. (Archivbild)
In Budapest steht am Samstag (18.00 Uhr, ZDF/DAZN) das Endspiel an, und dort wartet die letzte gewaltige Hürde: der amtierende Titelträger Paris Saint-Germain.
Holt der „deutsche Zauberer“ den Pokal für Arsenal?
„The German Wizard“ – so lautet der Spitzname, den sie Havertz im Umfeld des Emirates Stadium gegeben haben. Dies spielt auf eine gewisse Ähnlichkeit mit der Figur Harry Potter an. Er erscheint oft still, fast schon schüchtern, doch in den wirklich wichtigen Augenblicken ist er zur Stelle.
Ein Beispiel war das Endspiel 2021. Ein weiteres erst kürzlich, als sein Torerfolg gegen Burnley den Pfad zum Meistertitel nach einer 22-jährigen Wartezeit freimachte. Jetzt könnte er Arsenal an die Spitze des europäischen Fußballs katapultieren.
„Er hat die Gabe, wichtige Tore zu machen. Er macht ständig Druck, versteht das Spiel durch seinen hohen Fußball-IQ sehr gut. Er setzt sein Gehirn ein“, lobt ihn die Vereinslegende Thierry Henry gegenüber der „Sport Bild“.
Artetas Verdienst: Arsenal wieder ein Top-Team
Für den Londoner Verein wäre dieser Titel ein Meilenstein. Bislang stand der Klub nur ein einziges Mal im Endspiel der höchsten europäischen Spielklasse: 2006 endete das Spiel mit einer schmerzhaften 1:2-Pleite gegen den FC Barcelona, bei der Nationaltorhüter Jens Lehmann nach gerade einmal 18 Minuten einen Platzverweis erhielt. Gegen PSG bietet sich nun die womöglich größte Gelegenheit der Club-Historie. „Die Mannschaft hat die Chance, als die Unvergesslichen in die Geschichte einzugehen“, kommentiert Henry.
Als einer der Hauptverantwortlichen für den Aufschwung gilt Trainer Mikel Arteta. Seit er 2019 das Ruder übernahm, hat er die Mannschaft wieder zu einer echten Spitzenadresse im Fußball gemacht. „Er hat den Verein komplett auf links gekrempelt, sehr, sehr viel verändert ins Positive. Seit Tag eins hat er an uns geglaubt und uns besser gemacht“, sagt Havertz anerkennend über den 44 Jahre alten Spanier.
Schwieriger Start nach dem 70-Millionen-Transfer
Doch der Beginn für Havertz war keineswegs ein Zuckerschlecken. Sein Transfer vom FC Chelsea im Sommer 2023 für eine gewaltige Summe von etwa 70 Millionen Euro löste bei den Anhängern zunächst wenig Euphorie aus. Zu blass, zu verschnörkelt, nicht durchsetzungsstark genug – das waren die geäußerten Kritikpunkte.
Unter der Führung von Arteta biss sich der Offensivmann aber durch, avancierte zu einer tragenden Säule der Mannschaft und eroberte die Zuneigung der Anhänger. Eine Leistung, die besonders hoch einzuschätzen ist, da der deutsche Nationalkicker in der jüngeren Vergangenheit gravierende Eingriffe mit langwierigen Genesungsphasen zu bewältigen hatte und erst seit Januar wieder durchgehend zum Einsatz kommt.

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Nach dem Gewinn der Premier League: Kai Havertz küsst den Pokal. (Archivbild)
Arteta geriet bereits im letzten Jahr ins Schwärmen: „Kai ist ein Spieler, der uns so viel Vielseitigkeit und Gefahr aus verschiedenen Positionen heraus bietet, weil er ein einzigartiger Spieler ist. Ich liebe ihn.“ Ein Treffer im Finale am Samstag könnte diese Bewunderung nochmals steigern. (dpa/red)
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