Bundesliga ab dem 9. Mai? Ministerpräsidenten sprechen sich für Fortsetzung aus

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Armin Laschet (l.) und Markus Söder

Köln – UEFA und DFL tagen, der Fußball steht in dieser Woche vor entscheidenden Beschlüssen. Zumindest für die Bundesliga hat die deutsche Politik die Tür ein gutes Stück weiter geöffnet. Der „Wiederanpfiff mit Augenmaß“ steht bevor, zumindest in der Bundesliga könnte der Ball in nicht mal drei Wochen schon wieder rollen.

Armin Laschet: „Voraussetzung ist, dass es ein durchdachtes Konzept gibt“

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und NRW-Regierungschef Armin Laschet (CDU) haben am Montag ihre generelle Zustimmung für eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs ab dem 9. Mai signalisiert – ein schlüssiger Plan der DFL zur Coronavirus-Prävention vorausgesetzt. Aus Sicht des Profifußballs ist es ein ermutigender Start in die Woche der Wahrheit mit richtungsweisenden Sitzungen von DFL und UEFA.

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Nach EXPRESS-Informationen könnte mit den Spieltagen 33 und 34 gestartet werden. Danach sollen alle ausgefallenen Partien gespielt werden. Der 1. FC Köln würde somit zuerst gegen Eintracht Frankfurt spielen, Fortuna Düsseldorf gegen den FC Augsburg und Borussia Mönchengladbach beim SC Paderborn.

„Voraussetzung ist, dass es ein durchdachtes Konzept gibt. Das, was die DFL in diesen Tagen vorgelegt hat, lässt erkennen, dass es Schutzvorkehrungen gibt. Ich könnte mir vorstellen, dass wir zum Zustand der Geisterspiele zurückkehren können“, sagte Laschet der „Bild“.

Politik gibt nur grünes Licht, wenn Kurve weiter abflacht

Söder gab zu, dass es sich um eine „Gratwanderung“ handele: „Wir müssen jetzt aufpassen, dass wir nicht überdrehen oder leichtfertig sind.“ Jedoch sei es „denkbar, dass wir vielleicht ab dem 9. Mai frühestens eine solche Geisterrunde spielen können“, ergänzte er.

Doch Vorsicht: Die Aussagen von Söder und Laschet sind wohl „nur“ eine Status-quo-Beurteilung. Die Blicke der Fußball-Bosse werden auch in den kommenden Tagen stets auf die neuesten Pandemie-Zahlen gerichtet sein. Denn klar ist: Die Politik gibt nur dann final grünes Licht, wenn die Kurve weiter abflacht.

„In dieser Woche werden wichtige Weichen gestellt, wie es in den ersten drei Profiligen in Deutschland weitergeht“, schrieb DFB-Präsident Fritz Keller im kicker. Doch noch bevor die DFL am Donnerstag auf ihrer virtuellen Mitgliederversammlung über die Wiederaufnahme des Spielbetriebs berät, schalten sich am Dienstag die Generalsekretäre der 55 Mitgliedsländer der Europäischen Fußball-Union (UEFA) zusammen. Tags darauf werden die europäischen Ligen und die Klubvereinigung ECA angehört. Eigentlich waren für diese beiden Tage einmal die Halbfinalspiele im DFB-Pokal vorgesehen gewesen.

Fritz Keller: „Der Profifußball wird bereit sein“

Der Spielbetrieb in der Bundesliga und der Zweiten Liga ist wegen der Corona-Pandemie seit dem 12. März und damit erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg ausgesetzt. Die Zeit drängt, doch der Fußball darf nicht überpacen. DFB-Boss Keller verspricht: „Der Profifußball wird bereit sein, sobald die Behörden grünes Licht geben.“

Wie die DFL bedauert auch der DFB den avisierten Zuschauerausschluss, die wirtschaftlichen Erwägungen hätten jedoch Vorrang. Eine „Sonderrolle“ für den Fußball werde es nicht geben. Keller garantierte, dass die Wiederaufnahme „nicht zulasten des Gesundheitssystems gehen wird“. Trotz Tausender vorgesehener Corona-Tests würden an anderer Stelle keine Kapazitäten fehlen.

Die anderen europäischen Top-Ligen sind noch nicht ganz so weit. Die englische Premier League hofft ebenso auf Spiele spätestens in der zweiten Junihälfte wie Spaniens Primera Division oder die Serie A in Italien. Dabei sollten die Ligen nach dem Wunsch der UEFA ursprünglich bis Ende Juli fertig sein, um dann die Europa und Champions League zu Ende spielen zu können. Nun aber sagte UEFA-Boss Aleksander Ceferin (52) dem „Corriere della Sera“, notfalls könne auch parallel gespielt werden.

Start der neuen Champions-League-Saison erst im Herbst?

Das ideale Szenario sieht jedoch vor, dass die Europa League am 2./3. bzw. 6. August das Achtelfinale wieder aufnimmt, gefolgt von der Runde der letzten 16 in der Königsklasse am 7./8. August. Danach würde alle drei Tage gespielt - bis zu den Finals am 27. und 29. August in Danzig (EL) und Istanbul (CL). Im September könnte es laut Ceferin Länderspiele geben, der Start der Saison 2020/21 würde in der Champions League auf 20. Oktober verlegt.

Das Problem für die unterbrochene Spielzeit: Die UEFA benötigt nicht nur das Okay einer nationalen Regierung – sondern von gleich 13 Ländern. So viele sind noch im Europacup vertreten oder wie Polen mit Danzig als Ausrichter eines Endspiels dabei.

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Dass es irgendwie weitergehen muss, daran ließ Ceferin keinen Zweifel. „In diesen schweren Zeiten würde der Fußball den Menschen Freude und ein Gefühl der Normalität bringen, auch wenn die Spiele nur im TV ausgestrahlt werden würden“, sagte er. Und falls es doch nicht klappt? „Die Auswirkungen für Vereine und Ligen wären schrecklich!“ (sid/tsc)

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