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Quarantäne-Chaos um Kimmich Ex-Ethikrat-Chef Dabrock spricht sich für 2G-Regel im Fußball aus 

Peter Dabrock, Vorsitzender des Deutschen Ethikrates und Vorsitzender der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, nimmt an einer Pressekonferenz über die Coronavirus-Krankheit (COVID-19) teil.

Ex-Ethikrat-Chef Peter Dabrock, hier am 7. April 2020, spricht sich für eine 2G-Regel im deutschen Profi-Fußball aus.

Das Quarantäne-Chaos um Joshua Kimmich hat in den letzten Tagen viele Diskussionen angeheizt. Peter Dabrock, ehemaliger Vorsitzender des Deutschen Ethikrats, spricht sich für eine 2G-Regel im Profi-Fußball aus.

Erlangen. Die jüngsten Corona-Fälle beim FC Bayern und das Quarantäne-Chaos um Joshua Kimmich (26) haben nicht nur in Fußball-Deutschland viele Diskussionen angeheizt.

Impfpflicht für Profis in der Fußball-Bundesliga ja oder nein? Sollte nicht geimpften Profis, die sich infizieren oder Kontakt zu einer infizierten Person hatten und dadurch nicht spielen können, das Gehalt gekürzt oder ganz gestrichen werden? Einige Fragen drängten sich in den letzten Tagen auf.

Peter Dabrock: „Verhältnismäßig, dass im Fußball 2G-Regel eingeführt wird“

Diskutiert wird vonseiten der Politik auch eine mögliche 2G-Regel für den Profi-Fußball, zu der Peter Dabrock (57), ehemaliger Vorsitzender des Deutschen Ethikrats, eine klare Meinung hat.

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„In der gegenwärtigen dramatischen Corona-Lage finde ich es verhältnismäßig, dass in einer Kontaktsportart, die als länderübergreifender Wettbewerb in Bundesligen gespielt wird und sehr viele Zuschauer anzieht, die 2G-Regel eingeführt wird“, sagte Dabrock m Freitag (19. November 2021).

Der Theologie-Professor der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg erläuterte: „Es ließe sich kaum vermitteln, dass in Berlin andere Regeln in diesen Bundesligen gelten als in Nordrhein-Westfalen oder in Bayern. Das wäre sonst eine Wettbewerbsverzerrung.“

Peter Dabrock: „Die Alternative wäre, dass man den Spielbetrieb einstellt“

Dabrock weiter: „Die Alternative wäre aus meiner Sicht, dass man den Spielbetrieb einstellt. Ich halte es sowohl im Hinblick auf den Trainingsbetrieb, den Spielbetrieb und auch bezogen auf die Vorbildfunktion nicht einzelner Spieler, sondern dieses gesamten Systems, wirklich für geboten, dass man hier 2G durchführt.“

Hintergrund der aktuellen Corona-Debatte ist der Vorstoß der Länderchefs, 2G (geimpft oder genesen) für ungeimpfte Profis zu prüfen. Bei den 36 Klubs der Fußball-Bundesliga und 2. Bundesliga sollen nur knapp zehn Prozent der Fußballer nicht geimpft sein. Profis haben bei ihrer Berufsausübung im Grunde keinen Kontakt zu vulnerablen Gruppen. (dpa/tsc)

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