Sportminister geben grünes Licht  Bundesliga: Donnerstag soll Merkel den Daumen heben

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Kann die Bundesliga-Saison noch fortgesetzt werden? Unser Symbolbild entstand beim Bundesliga-Spiel zwischen RB Leipzig und dem FC Augsburg, als der Ball zum 2:0 ins Tor flog.

Frankfurt/Main – Die Diskussion um eine Fortsetzung der Bundesligasaison in der Corona-Krise polarisiert gewaltig. Kritiker und Befürworter aus allen gesellschaftlichen Bereichen beteiligen sich. Die Sportminister halten einen Neustart im Mai für möglich.

Sportministerkonferenz hält Bundesliga-Fortsetzung für vertretbar

Bei dem mit Spannung erwarteten Video-Gipfel von Bundeskanzlerin Angela Merkel (65) mit den Länderchefs an diesem Donnerstag darf der deutsche Profifußball auf das ersehnte politische Signal für einen Bundesliga-Neustart hoffen.

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Die Sportminister der 16 Bundesländer verständigten sich am Montag in einer Telefonkonferenz darauf, dass ein Abschluss der seit Mitte März ausgesetzten Saison weiter möglich sei. „Die Fortsetzung des Spielbetriebes in der Fußball-Bundesliga vor leeren Zuschauerrängen erachtet die SMK nach wie vor ab Mitte oder Ende Mai für vertretbar“, sagte die Vorsitzende der Sportministerkonferenz (SMK), Bremens Sportsenatorin Anja Stahmann (52).

Frage zu Test-Kapazitäten muss geprüft werden

Zu einer abschließenden Einigung kam es am Montag zwar noch nicht. Diese soll aber bis zum Dienstagabend in Form eines Umlaufbeschlusses im Bundeskanzleramt vorgelegt werden und als Grundlage für die Beratungen der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten über die weitere Öffnung der Gesellschaft in der Corona-Pandemie dienen.

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Die Sportminister sind sich laut Stahmann darin einig, dass die DFL für eine mögliche Wiederaufnahme des Spielbetriebes „strengste hygienische und medizinische Voraussetzungen schaffen, durchsetzen und mit geeigneten Maßnahmen überprüfen“ müsse. Noch kein einheitliches Meinungsbild gibt es offenbar in dem heiklen Punkt der Test-Kapazitäten. „Wir müssen diese Frage gewissenhaft prüfen und noch weiter diskutieren“, sagte Stahmann.

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Der Sport dürfe generell nicht den Vorwurf auf sich ziehen, dass er Test-Kapazitäten beanspruche, die für den allgemeinen Gesundheitsschutz zum Beispiel in Altenheimen oder Kliniken dringend gebraucht werden. Die DFL hatte in der Vorwoche bei der Vorstellung ihres Konzepts betont, dass dies nicht der Fall sei. (dpa)

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