Emotionaler Borussia-SiegGladbach setzt starkes Zeichen im Königsklassen-Rennen

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Marcus Thuram (M.) war für Gladbach der Mann des Tages beim Heimerfolg gegen Union Berlin.

von Anton Kostudis (kos)

Mönchengladbach – Erster Angriff abgewehrt! Leverkusen hatte am Freitagabend (1:0 in Freiburg) vorgelegt – aber Gladbach erledigte am Sonntag seine Aufgabe gegen Union und schob sich durch den Heim-Dreier auf den dritten Platz und damit wieder in die Champions-League-Ränge. Die Borussia ließ sich dabei auch durch den zwischenzeitlichen 1:2-Anschlusstreffer der „Eisernen“ nicht aus der Ruhe bringen und liegt wieder auf Königsklassen-Kurs. Im Verlauf des Spiels wurde es dabei gleich mehrfach emotional.

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Mann des Tages aufseiten der Gladbacher war Sturm-Tank Marcus Thuram (22). Der französische Angreifer traf gegen die Hauptstädter doppelt (41., 59.) – es waren seine Saisontreffer neun und zehn.

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Marcus Thuram gedenkt Opfer von Polizeigewalt

Nach seinem ersten Treffer zum 2:0 in der 41. Minute zeigte der Borussia-Stürmer – der für seine Eckfahnen-Jubel nach Siegen schon ligaweit bekannt ist – diesmal eine besondere Geste: Nach seinem Treffer kniete er mehrere Sekunden lang auf dem Rasen.

Mit seinem „Kniefall“ zeigte sich Thuram solidarisch mit dem in den USA durch Polizeigewalt verstorbenen Afroamerikaner George Floyd (✝46). Bereits tags zuvor hatte Schalkes US-Profi Weston McKennie (21) mit einer Armbinde an seinen verstorbenen Landsmann erinnert.

Die Knie-Geste geht auf den US-amerikanischen Football-Profi Colin Kaepernick (32) zurück, der im August 2016 vor einem Spiel seiner San Francisco 49ers bei der Nationalhymne kniete, um gegen Rassismus und Polizeigewalt zu demonstrieren.

Florian Neuhaus erzielt historisches Gladbach-Tor

Historisches gelang gegen Union derweil Borussias Mittelfeld-Youngster (23) brachte die Borussia nach 17 Minuten in Führung. Es war das 3000. Bundesliga-Tor der Gladbacher Vereinsgeschichte. „Das ist eine schöne Zahl, es freut mich, so ein besonderes Tor für den Verein erzielt zu haben“, sagte Neuhaus. Ebenfalls ein Novum: Es war der erste Pflichtspiel-Sieg der Fohlen gegen Union überhaupt. Den Schlusspunkt unter den souveränen Erfolg setzte Alassane Plea (81.), der nun wie Thuram zehn Saisontore auf dem Konto hat.

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Große Freude auch bei Mamadou Doucouré (22). Der französische Jung-Verteidiger wurde von Coach Marco Rose (43) in der 90. Minute eingewechselt – und kam somit nach langer Leidenszeit endlich zu seinen ersten Bundesliga-Minuten.

Doppeltorschütze Thuram schnappte sich nach dem Schlusspfiff dann auch das Trikot seines jungen Teamkollegen – und nutzte es für seine Eckfahnen-Aktion.

Borussia-Manager Max Eberl (46) sprach bei Sky nicht nur von einem „enorm wertvollen Sieg“, sondern angesichts des Doucouré-Debüts von einem „hochemotionalen Moment“. Eberl über den Sprung auf Rang drei: „Das ist Ausdruck unserer Qualität. Wir haben uns oben festgebissen.“ (kos)