„Wachsweich“ Sky-Kritiker Dietmar Hamann zerlegt BVB und Modeste nach Pleite in Köln

Anthony Modeste hält sich bei der Niederlage von Borussia Dortmund beim 1. FC Köln ernüchtert die Hand vors Gesicht

Anthony Modeste erlebte bei der Rückkehr zum 1. FC Köln mit Borussia Dortmund am Samstag (1. Oktober 2022) einen Nachmittag zum Vergessen.

Ernüchterung pur bei Borussia Dortmund. Durch das 2:3 beim 1. FC Köln rutschte der BVB in der Tabelle schon wieder hinter den FC Bayern. Sky-Experte Dietmar Hamann übte scharfe Kritik – auch an Anthony Modeste.

Mit Vorsprung in die Länderspielpause, mit Rückstand in den Bundesliga-Gipfel gegen den FC Bayern am kommenden Wochenende: Durch die Niederlage beim 1. FC Köln hat Borussia Dortmund jegliche Vorteile nach der Sieglos-Serie der Münchner am Samstag (1. Oktober 2022) schon wieder verspielt.

Die 2:3-Niederlage stieß nicht nur den BVB-Verantwortlichen übel auf, sondern auch Sky-Experte Dietmar Hamann (49). Der kritisierte die Borussia und ganz besonders den bei der Köln-Rückkehrer unglücklichen Anthony Modeste (34) scharf.

Dietmar Hamann schießt sich auf BVB ein

„Ihnen fehlt es an Selbstkritik“, bemängelte der Ex-Nationalspieler fehlendes Anspruchsdenken beim Meisterschafts-Aspiranten, der allerdings in schwachen Spielen „wachsweich“ agiere: „Wenn sie gewinnen, ist alles gut. Wenn nicht, reden sie es sich schön.“

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Die schärfste Schelte bekam allerdings Modeste ab, an dem ein weiteres Spiel von Borussia Dortmund über 90 Minuten weitgehend vorbeigelaufen war.

Alle drei Minuten ein Ballkontakt und jeweils nur ein Torschuss pro Halbzeit – deutlich zu wenig für den Haller-Ersatz, während sein ausgerechnet aus Dortmund verpflichteter Köln-Nachfolger Steffen Tigges (24) die Gastgeber mit dem 2:1 auf die Siegerstraße schoss. Entsprechend gnadenlos die Einordnung im Sky-Studio.

Harte Sky-Kritik am BVB und Modeste

„Er nimmt nicht mehr am Spiel teil, kommt gar nicht mehr in die Räume, um angespielt zu werden“, monierte Hamann. Dortmund spiele mit dem Franzosen als Sturmspitze wie in Unterzahl, inzwischen sei es längst Zeit, dass der Routinier durch Youngster Youssoufa Moukoko (17) ersetzt werde.

Experten-Kollege Erik Meijer (53) nahm derweil die Dortmunder Defensiv-Abteilung in die Mangel, die beim 1:3 durch Dejan Ljubicic (24) viel zu viele Räume offenbarte.

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„Dortmund, da müsst ihr euch schämen, so viel Platz im Mittelfeld zu lassen“, schimpfte der Niederländer bei seiner Analyse und pickte sich in Niklas Süle (27) ebenfalls einen prominenten Sündenbock heraus: „Körper wie ein Bär, aber er steht da wie ein Waschbär.“

Edin Terzic sauer über BVB-Pleite beim 1. FC Köln

BVB-Coach Edin Terzic (39) wurde nach Spielschluss zwar nicht mit den Hamann-Anschuldigungen konfrontiert, doch er verzichtete in Köln vollends auf die ihm vorgeworfene fehlende Selbstkritik, ging stattdessen hart mit seiner Mannschaft ins Gericht.

„Wir haben in der ersten Halbzeit ein richtig gutes Spiel gezeigt“, lobte er zwar eingangs die tatsächlich überzeugenden ersten 45 Minuten, wurde dann aber deutlich: „Wenn man sieht, wie wir die Zweikämpfe geführt haben in den ersten 15, 20 Minuten der zweiten Halbzeit, dann dürfen wir uns nicht wundern, dass wir dann zwei Tore kassiert haben. Erst dann haben wir wieder angefangen, Fußball zu spielen, aber dann war es schon zu spät.“

Auf die Frage, ob er einen „richtigen Hals“ habe, sagte Terzic: „Ja natürlich“. Es trete wiederholt auf, dass von seiner Mannschaft kontrollierte Spiele im weiteren Verlauf hergeschenkt werden. „Heute war es wieder mal sehr sichtbar, woran es hapert seit Jahren, um da konstant oben anzuklopfen“, ärgerte sich der BVB-Coach, der aber auch Kritikern wie Hamann versprach: „Daran werden wir arbeiten.“ (bc)

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