Bierhoff-Nachfolge Fredi Bobic äußert sich zu Gerüchten und stellt Forderungen an DFB

Fredi Bobic, Geschäftsführer von Hertha BSC, gibt ein Interview.

Fredi Bobic (hier am 2. Oktober 2022) wird nach dem Aus von Oliver Bierhoff beim DFB gehandelt.

Nach der Trennung von Oliver Bierhoff sucht der DFB Nachfolger für die zu bewältigenden Aufgaben. Verschiedene Namen werden gehandelt, die Kandidaten geben sich bedeckt.

Wie geht es nach der Vertragsauflösung von Oliver Bierhoff (54) weiter? Findet der DFB einen Nachfolger für den Geschäftsführer oder wird dessen Aufgabengebiet aufgeteilt?

Nach EXPRESS.de-Informationen soll eine Person künftig die sportliche Verantwortung für die Nationalmannschaft übernehmen und sich ausschließlich um die A-Mannschaft, vor allem im Hinblick auf die Heim-EM 2024 kümmern.

DFB: Aufgaben von Oliver Bierhoff sollen aufgeteilt werden

Für die Themen Nachwuchs, Frauen-Fußball, Trainer-Ausbildung und Akademie, die bisher auch zu Bierhoffs Aufgabengebiet gehörten, soll ein zusätzlicher Sportdirektor gefunden werden.

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Ein Name, der zuletzt gehandelt wurde, ist Fredi Bobic (51). Der ist Aufsichtsratsmitglied bei der DFL und Vorstandsmitglied beim DFB. Sein Vertrag als Sportchef bei Hertha BSC läuft noch bis 2024 (plus Option).

„Es ist interessant, was für eine Dynamik das jetzt annimmt. Es werden viele Namen durch das Dorf gejagt. Das ist ganz normal. Wenn mein Name fällt, nehme ich das zur Kenntnis. Mehr aber auch nicht. Mein Fokus liegt woanders“, sagte er am Mittwoch (7. Dezember 2022) in einer Medienrunde.

„Der DFB sollte sich doch erst mal einig sein, was er für die Zukunft des deutschen Fußballs will. Was ist das Profil eines Sportmanagers? Was sind die Inhalte, die er begleiten soll? Diese Vorarbeit muss doch erst mal gemacht werden, bevor wir über Personen sprechen. Was wollen wir eigentlich? Wo wollen wir hin?“

Bobic findet die Personaldiskussion verfrüht. „Wir haben eine große Aufgabe mit der EM 2024, wo wir die Stimmung drehen können. Ich bin der festen Meinung, dass das möglich ist. Der Verband soll sich nicht treiben lassen, sondern inhaltlich in den Gremien in sich gehen.“

Gänzlich ausschließen würde der frühere Nationalspieler den Job allerdings nicht. „Hypothetisch kannst du dir im Fußball vieles vorstellen und kannst nie was ausschließen. Du weißt nie, was passiert. Ich war nicht erpicht, dass mein Name fällt. Einerseits ist es eine Ehre, aber ich bin nicht auf der Suche. Ich habe einen Job und fühle mich bei Hertha sauwohl.“

Thomas Hitzlsperger und Per Mertesacker werden gehandelt

Sky hatte die beiden Ex-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger (40) und Per Mertesacker (38) für die Aufgaben ins Rennen geworfen. Hitzlsperger war von 2019 bis Anfang 2022 bereits beim VfB Stuttgart als Sportvorstand tätig. Mertesacker leitet bei seinem Ex-Klub FC Arsenal die Arsenal Academy.

Auch der Name von Sami Khedira (35) tauchte bereits auf. Der berät aktuell Stuttgarts Vorstandschef Alexander Wehrle (47) und soll mittelfristig in den VfB-Vorstand aufrücken. Auf die Frage, ob er sich selbst einen Posten beim DFB vorstellen könne, antwortete Khedira am Dienstag (6. Dezember 2022) in der ARD: „Nein, mein Name ist vollkommen unwichtig.“ Auch Hitzlsperger reagierte ausweichend: „Ich brauche dazu gar nichts zu sagen.“

Khedira und Hitzlsperger machten – ebenso wie Ex-Kapitän Michael Ballack (46) – lieber Werbung für Matthias Sammer (55). Nur hat der bereits angekündigt, lediglich beratend zu helfen, aber nicht als fest angestellter Sportdirektor.

Bastian Schweinsteiger bringt Stefan Effenberg ins Gespräch

Das wiederum lehnt Ex-Funktionär Heribert Bruchhagen (74) ab. „Wir brauchen jemanden im Hauptamt, der von morgens bis abends in Frankfurt und am Wochenende in der Bundesliga präsent ist. Da kann man nicht aus der Ferne beraten. Das ist ein Unding“, sagte er bei Sky.

Bastian Schweinsteiger (38) brachte nach dem Bierhoff-Aus ganz andere Namen ins Rennen. Er wünscht sich mehr unbequeme Figuren im Umfeld der Nationalmannschaft. „Michael Ballack, Stefan Effenberg. Das sind Typen, die richtig anpacken können“, sagte der Ex-Weltmeister. Er hoffe auf jemanden, „der vielleicht unbequemer ist für die Spieler, vor dem die Spieler auch Respekt haben“. Ob er selbst auch zur Verfügung stünde, ließ Schweinsteiger offen.

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