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„Er brauchte mich, aber ...“Trainer wegen dieser Szene bitter enttäuscht

Federico Viñas lässt das Bein von Telmo Arcanjo los.

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Federico Viñas lässt das Bein von Telmo Arcanjo los, als Uruguay in aussichtsreiche Position kommt.

Mitten im Krampf einfach losgelassen: Uruguay-Stürmer Federico Viñas hat die Wut des gegnerischen Trainers auf sich gezogen.

Erst Fair Play, dann ... doch nicht. Beim Spiel Uruguay gegen Kap Verde (2:2) sorgt eine Szene vor dem 1:1 der Südamerikaner für Diskussionen. Der Trainer des Inselstaates ist sauer.

Was war passiert? Beim Spielstand von 0:1 half Uruguays Stürmer Federico Vinas seinem Gegenspieler Telmo Arcanjo, der von einem Krampf geplagt am Boden lag. Eigentlich eine sportliche Geste.

ARD-Expertin: „Bisschen selber schuld“

Als Vinas jedoch sah, dass sich seine Mannschaft gerade eine aussichtsreiche Torchance herausspielte, ließ er den Kap-Verde-Spieler einfach liegen und lief mit in den Strafraum.

Genau bei diesem Angriff in der 44. Minute fiel das Tor zum 1:1 durch Maxi Araujo. „Mein Gegenspieler brauchte mich. Aber mein Team brauchte mich noch mehr“, rechtfertigte Vinas hinterher sein Verhalten.

Kap Verdes Trainer Bubista wollte das nicht so stehen lassen. „Ich war verärgert über diese Szene“, sagte er. „Denn Marcelo Bielsa (Uruguays Trainer) lebt uns in jeder Pressekonferenz und in jedem Spiel Fair Play vor. Von ihm haben wir alle gelernt, was Fair Play bedeutet.“

Bielsa wurde 2019 mit dem Fair-Play-Preis des Weltverbands Fifa ausgezeichnet. Er hatte seine damalige Mannschaft Leeds United angewiesen, ohne Gegenwehr ein Tor des Gegners Aston Villa zuzulassen. Leeds hatte unmittelbar zuvor getroffen, als ein Villa-Spieler verletzt am Boden lag.

Nach dem WM-Spiel in Miami fragte Bubista seinen Trainerkollegen nach eigenen Angaben sofort, warum er diesmal nichts unternahm. Eine Antwort erhielt er offenbar nicht.

ARD-Expertin Almuth Schult sah als Co-Kommentatorin aber auch Kap Verde in der Verantwortung. „Bisschen selber schuld. Sie hätten selber auch schon vorher auch schon zweimal die Gelegenheit gehabt, den Ball rauszuspielen“, so die ehemalige Nationaltorhüterin. „Und so müssen sie sich nicht beschweren, dass Uruguay weitergespielt hat, denn sie haben es genauso gemacht!“ (are/dpa)

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