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„Warum ist man da nicht ehrlich?“ARD-Moderatorin knöpft sich WM-Trainer vor

Dieses Trainer-Interview löste bei ARD-Moderatorin Lea Wagner Unverständnis aus.

WM-Rückschlag für Kanada: Durch die 1:2-Niederlage gegen die Schweiz hat der Co-Gastgeber den Gruppensieg in Gruppe B verpasst. Das bedeutet: Das Turnier geht für die Kanadier in der K.o.-Runde in den USA statt in Vancouver weiter.

Bayern-Star Alphonso Davies kam auch gegen die Eidgenossen nicht zum Einsatz. Dabei hatte Trainer Jesse Marsch vor dem Spiel noch angekündigt, dem Linksverteidiger nach dessen Muskelverletzung im Oberschenkel ein paar WM-Minuten zu geben.

Lea Wagner wundert sich über Trainer-Interview

Doch Davies verfolgte das komplette Spiel von der Bank aus. „Wir haben über Aphonoso nachgedacht, doch wir wollten ihn keinem Risiko aussetzen. Aber fürs nächste Spiel wird er so weit sein“, sagte Marsch.

Das wollte ARD-Moderatorin Lea Wagner aber nicht gelten lassen. „Das hat er irgendwie das letzte Mal auch schon gesagt: Nächstes Mal ist es dann so weit mit Alphonso Davies. Er hat angekündigt, ich gehe fest davon aus, dass er spielt“, erinnerte sie die Zuschauerinnen und Zuschauer an Marschs Ankündigung vor dem Spiel: „Er ist dafür zuständig für die Einwechslung. Hat er doch nicht gemacht. Das war eine fiese Finte.“

ARD-Experte Robin Gosens zeigte Verständnis für den früheren Leipzig-Coach. Er muss natürlich nach außen immer was anderes sagen, als dann die interne Lage ist, so der Nationalspieler, der es nicht in den WM-Kader von Julian Nagelsmann geschafft hat.

Doch damit gab sich Wagner, deren Vater David Wagner als Trainer im Profifußball bekannt geworden ist, nicht zufrieden: „Aber warum ist man da nicht ehrlich und sagt:  Okay, der kommt noch nicht zum Einsatz?“, fragte sie Gosens.

Lea Wagner mit nachdenklichem Blick.

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Lea Wagner rätselte über die Kommunikation von Jesse Marsch.

Dessen Antwort: „Ja, das ist die Frage, da geht’s dann wieder um die Erwartungshaltung der Fans, weil jeder natürlich auf Phonzie wartet.“

Gosens machte aber deutlich, dass auch ihn Marschs Entscheidung überrascht hat. „Aus meiner Sicht hätte ich mir gedacht, wenn er ein paar Minuten in den Beinen hat, dann hätte ich ihn auf jeden Fall reingeworfen. Denn wenn er im nächsten Spiel wichtig werden soll, dann wäre es schon mal gut, ein bisschen in den Rhythmus zu kommen.“ Marsch habe aber sicherlich seine Gründe dafür gehabt, Davies noch nicht zu bringen.

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