Mark van Bommel übernimmt das belgische Fußball-Nationalteam und will die Mannschaft bis zur EM 2028 weiterentwickeln. Was die Ziele des ehemaligen Bayern-Kapitäns mit den Roten Teufeln sind.
Am selben Tag wie KloppEx-Bayern-Star als Nationaltrainer vorgestellt

Copyright: IMAGO/Marco Canoniero
Mark van Bommel übernimmt eine neue Aufgabe.
Der ehemalige Bayern-Kapitän Mark van Bommel wird der neue Fußball-Nationaltrainer von Belgien. Der 49 Jahre alte Niederländer unterschrieb bei den Roten Teufeln einen Vertrag bis zur Europameisterschaft 2028, wie der Königlich Belgische Fußball-Verband mitteilte.
Offizieller Vertragsbeginn ist der 15. August. Van Bommel tritt als Cheftrainer die Nachfolge des Franzosen Rudi Garcia an.
Wechselfehler in Wolfsburg als Makel in der Vita
„Es ist mir eine große Ehre, Nationaltrainer Belgiens zu werden“, sagte van Bommel in der Mitteilung. Belgien habe herausragende Spieler und enormes Potenzial. „Gemeinsam mit meinem Trainerstab wollen wir eine Mannschaft aufbauen, die diszipliniert, ehrgeizig und mutig genug ist, sich mit den Besten zu messen“, sagte der Niederländer. Van Bommel und sein Team werden alles geben, „um diese Mannschaft jeden Tag zu verbessern und die Belgier stolz zu machen.“
Van Bommel spielte von 2006 bis 2011 für den deutschen Rekordmeister und wurde bei den Münchnern zu einem der Führungsspieler in der Zeit des Umbruchs. Als Trainer arbeitete der frühere Mittelfeldspieler für die PSV Eindhoven, den VfL Wolfsburg sowie Royal Antwerpen. Seit Sommer 2024 war van Bommel vereinslos.
Sein größter Erfolg an der Seitenlinie ist der Gewinn des belgischen Doubles mit Royal Antwerpen. In der deutschen Öffentlichkeit machte van Bommel vor allem mit einem Wechselfehler Schlagzeilen. Weil der Trainer in Runde eins des DFB-Pokals im August 2021 sechs- statt fünfmal gewechselt hatte, wurde Preußen Münster im Nachhinein der Sieg zugesprochen. Van Bommels Amtszeit in Wolfsburg endete wenige Monate später.
Als Belgiens Cheftrainer folgt van Bommel auf Garcia. Der 62-jährige Franzose führte das Team um die Routiniers Kevin De Bruyne und Romelu Lukaku zwar bis ins WM-Viertelfinale, schied dort aber nach der 1:2-Niederlage gegen den späteren Weltmeister Spanien aus. Daraufhin trennte sich der Verband von Garcia.
Die sogenannte goldene Generation um De Bruyne, Lukaku und Torhüter Thibaut Courtois ist über den sportlichen Zenit hinaus. Bei der EM 2028 dürfte Belgien daher wie schon bei den großen Turnieren 2024 und 2026 nicht zum engsten Favoritenkreis zählen.
Auch Deutschland hatte am Freitag einen neuen Nationalcoach präsentiert: Jürgen Klopp ist als Bundestrainer Nachfolger von Julian Nagelsmann. (dpa/red)

