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23 Rote Karten nach Massen-PrügeleiBrasilien-Derby eskaliert – auch BVB-Juwel mittendrin

Hulk

Copyright: Gustavo Garello/AP

Auch Hulk war bei der Massenschlägerei dabei. (Archivbild)

Was für ein Wahnsinn in Brasilien! Ein Pokalendspiel zwischen zwei Lokalrivalen artet komplett aus. Auf dem Spielfeld kommt es zu einer heftigen Keilerei. Die Bilanz ist unfassbar: 23 Platzverweise und ein baldiger BVB-Spieler war auch dabei.

Am Sonntagabend geriet die Begegnung der Stadtrivalen Cruzeiro und Atlético Mineiro in der Stadt Belo Horizonte völlig aus den Fugen. Im Finale des „Campeonato Mineiro“ brachen in der Nachspielzeit heftige Krawalle aus, sowohl auf den Tribünen als auch auf dem Spielfeld.

Keeper-Foul löst Handgemenge und Tritte aus

Doch wie kam es zu dem ganzen Durcheinander? Die sechsminütige Nachspielzeit war fast vorbei, als Cruzeiro-Stürmer Christian nach einer Torchance mit Atlético-Keeper Everson zusammenprallte. Dessen Reaktion war heftig: Er zwang seinen Kontrahenten mit den Knien auf den Rasen.

Binnen weniger Augenblicke entstand ein riesiges Handgemenge, an dem sich beinahe jeder Akteur beteiligte – Fäuste flogen und Tritte wurden ausgeteilt. Mitten im Getümmel steckte auch der 17 Jahre alte Verteidiger Kaua Prates, dessen Wechsel im Sommer zu Borussia Dortmund in Deutschlands höchste Spielklasse bereits feststeht.

Einsatz der Militärpolizei – Partie wird beendet

Etwa zehn Minuten dauerte es, bis Sicherheitspersonal und die Militärpolizei die Lage unter Kontrolle bringen und die aufgebrachten Spieler trennen konnten, wie die dpa berichtet. Anschließend wurde das Spiel bei einer 1:0-Führung für Cruzeiro vorzeitig beendet.

Das Verrückte daran: Bis zu der wüsten Keilerei hatte der Unparteiische Matheus Delgado Candançan nicht eine einzige Verwarnung ausgesprochen. Im Anschluss an die Auseinandersetzung verteilte er jedoch sage und schreibe 23 Platzverweise. Einer davon ging an den Kapitän von Atlético und Starspieler Hulk.

Starspieler Hulk mit heftiger Kritik am Schiedsrichter

Nach der Partie erhob der frühere Nationalspieler Brasiliens scharfe Anschuldigungen gegen den Referee: „Ich habe dem Schiedsrichter schon zu Beginn des Spiels gesagt, dass es Ärger geben würde. Er hatte keine Persönlichkeit. (...) Er hatte Angst, das Finale zu pfeifen.“

Gleichzeitig bat der 39-Jährige aber auch für das Benehmen der Akteure um Verzeihung: „Ich werde nicht müde werden, mich zu entschuldigen. Wir versuchen zu beschwichtigen, aber wenn man heißblütig ist und sieht, wie ein Mitspieler angegriffen wird, reagiert man automatisch. Trotzdem hätte das so nicht passieren müssen.“

Dieses Pokalendspiel wird nicht wegen eines sportlichen Gewinners, sondern durch eine nie dagewesene Eskalation und einen Polizeieinsatz auf dem Spielfeld im Gedächtnis bleiben. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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