Der 1. FC Köln musste sich in Freiburg mit 1:2 geschlagen geben. Für Tom Krauß war es dennoch ein wegweisendes Spiel, weil nun bereits eine von zwei Bedingungen für eine Kaufpflicht erfüllt ist.
„Werdet ihr herausfinden“FC-Profi plötzlich erste Wahl – wie geht es weiter?
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Er ist beim 1. FC Köln eine verlässliche Konstante. Wenn Tom Krauß auf dem Platz steht, weiß Lukas Kwasniok, was er bekommt. Der Sechser ist ein robuster Abräumer, der keinem Zweikampf aus dem Weg geht und an guten Tagen auch das Offensivspiel aus der Tiefe ankurbeln kann.
In Freiburg sorgte er im Zentrum für die nötige Kompaktheit, im Spiel mit dem Ball war er dagegen nicht so auffällig wie zum Beispiel vergangene Woche gegen Mainz. Dennoch war das Duell im Breisgau ein wegweisendes für Krauß. Denn es war für ihn der 15. Einsatz mit dem Geißbock auf der Brust.
FC müsste 3,5 Millionen Euro für Krauß überweisen
Das ist insofern besonders, weil die Kaufpflicht greift, wenn der Spieler 15 Liga-Partien für den FC bestritten und der Klub am Ende der Saison die Klasse hält. Die erste Voraussetzung ist nun damit geschaffen, auch wenn Krauß das auf Nachfrage nach dem Freiburg-Spiel (noch) nicht bestätigen wollte.
„Das Einzige, was ich sagen kann: Ich will mit aller Macht hier in Köln bleiben, mit Köln nächstes Jahr in der Bundesliga spielen. Alles andere werdet ihr schon herausfinden, was da stimmt“, sagte er grinsend gegenüber den mitgereisten Journalisten.
Sein Vertrag in Mainz läuft noch bis zum 30. Juni 2027, sollte der FC drinbleiben, müssten die Kölner Verantwortlichen eine festgeschriebene Ablöse von 3,5 Millionen Euro an die Nullfünfer überweisen. Das wäre Krauß nur recht, denn der Mittelfeldspieler fühlt sich schon pudelwohl in Köln, nachdem seine beiden letzten Leihen nicht nach Plan verlaufen waren.
In England, bei Luton Town, fühlte er sich nicht wohl, mit dem VfL Bochum stieg er in die 2. Liga ab. Das will er mit dem FC nun unbedingt vermeiden. „Es ist ganz wichtig für mich, dass wir mit dem Verein alle zusammen den Klassenerhalt schaffen. Und dann werde ich hoffentlich nächstes Jahr hier spielen.“
Zu Beginn der Saison musste der ehemalige U21-Nationalspieler noch um seine Spielzeiten kämpfen, mittlerweile scheint er endgültig angekommen zu sein. In Freiburg setzte Kwasniok lieber auf Krauß statt auf Eric Martel, der im bisherigen Saisonverlauf eigentlich immer seinen Platz gefunden hatte, egal ob auf der Sechs oder in der Abwehr.
„Der Grund war, weil Tom Krauß das sensationell gemacht hat in den letzten Spielen. Da haben wir uns für diese Variante entschieden und ich glaube, er hat es auch bestätigt. Jeder hat seine Stärken. Sie sind beide eher defensive Sechser und dann musst du eine Entscheidung treffen“, sagt Kwasniok.


