„Mir fehlt der letzte Tick“ Baumgart benennt vor Wolfsburg-Spiel größtes FC-Manko

Der 1. FC Köln hat aktuell Probleme in der Offensive. Gegen den VfB Stuttgart am Sonntag (28. August 2022) gab es das erste torlose Spiel unter FC-Trainer Steffen Baumgart.

Am vergangenen Wochenende gab es im Bundesliga-Spiel gegen den VfB Stuttgart (28. August 2022) die erste Null-Nummer unter FC-Trainer Steffen Baumgart (50). 

Doch nicht nur gegen die Schwaben war der FC in der Offensive (zu) harmlos. Bereits am dritten Spieltag beim Auswärts-Spiel in Frankfurt (21. August) hatte der FC Probleme mit dem Toreschießen, konnte nur dank des Geniestreiches von Jan Thielmann (20) einen Punkt bei der Eintracht entführen.

Insgesamt fällt auf: Der FC entwickelt in dieser Saison meist nur durch Standards Torgefahr, so auch im Playoff-Rückspiel zur Conference League beim Fehérvár FC.

Steffen Baumgart: „Müssen uns Tore hart erarbeiten“

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Daher sagt FC-Coach Steffen Baumgart vor dem Auswärtsspiel beim VfL Wolfsburg am Samstag (15.30 Uhr, Sky und im Liveticker auf EXPRESS.de) deutlich: „Im Sechzehner fehlt mir aktuell der letzte Tick.“

Nach dem schmerzvollen Abgang von Anthony Modeste (34) zu Borussia Dortmund und der langwierigen Verletzung von Spielmacher Mark Uth (31, Schambein-OP) hat sich die Offensive noch nicht recht gefunden, es fehlt noch die nötige Abstimmung. „Wenn du vorne zwei wichtige Bausteine verlierst, dann musst du das kompensieren und dir alles andere wieder hart erarbeiten“, zeigt Baumgart den Weg zu wieder mehr Tor-Gefahr auf.

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Die momentane Chancen-Armut hat in Baumgarts Augen aber nicht nur etwas mit dem Personal, sondern auch mit der Ausrichtung der Gegner zu tun. Die Bundesliga-Kontrahenten haben sich mittlerweile auf Baumgarts Spiel-Stil eingestellt, werden deutlich seltener vom Kölner Hauruck-Fußball überrascht. 

Dafür gilt es jetzt, Lösungen zu finden. „Wir stellen uns nicht hintenrein und müssen uns Sachen einfallen lassen. Bisher standen fast alle Gegner gegen uns tief und da ist es dann manchmal auch schwer. Es gibt da aber nicht die eine Lösung, sondern du musst dir das hart erarbeiten“, sagte Baumgart vor dem Spiel in der Auto-Stadt.

Modeste als Not-Lösung, wie in der vergangenen Saison, als der Franzose nicht nur einmal aus keiner Chance ein Tor gemacht hat, ist nicht mehr da. Nun müssen es andere richten. Aktuell versucht es der FC mit dem eigenen Nachwuchs zu kompensieren. Allen voran: Florian Dietz (24), der bereits in der Bundesliga und international treffen konnte.

Steffen Baumgart über Florian Dietz: „Noch nicht der Bundesliga-Spieler“

Die Sturm-Hoffnung fällt allerdings kurzfristig aus, zudem weiß Baumgart ohnehin, dass er von dem jungen Stürmer keine Wunder-Dinge erwarten kann: „Florian Dietz ist noch nicht der Bundesliga-Spieler, der kontinuierlich für Tore sorgt, das soll er auch gar nicht.“

Stattdessen könnte in der Autostadt die Stunde von Sturm-Kollege Steffen Tigges (24) schlagen. Der Neuzugang vom BVB hat seinen Rückstand nach der schweren Verletzung aufgeholt und kommt immer besser in Fahrt. Der „Tigginator“ darf sich daher berechtigte Hoffnungen auf seinen zweiten Startelf-Einsatz der Saison machen. „Steffen könnte gegen Wolfsburg auflaufen. Er kommt immer näher ran, um auch langfristig eine Alternative zu werden“, sagt Baumgart über den Blondschopf. 

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