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Samstagabend-FluchRot & Abwehr-Wackler: FC geht gegen BVB leer aus

Aktualisiert

Der 1. FC Köln traf am Samstagabend im Topspiel des 25. Spieltags auf Borussia Dortmund. Nach Abwehrfehlern und einer Roten Karte gab es nichts zu holen.

Der 1. FC Köln kann erneut nicht punkten! Es bleibt bei zwei Siegen aus den letzten 15 Spielen. Am Samstagabend gab es eine 1:2-Niederlage gegen den Tabellenzweiten Borussia Dortmund.

Damit bleibt auch der Samstagabend-Fluch bestehen! Alle sieben Topspiele um 18.30 Uhr hat der FC in dieser Spielzeit verloren: Leipzig (1:3), Dortmund (0:1), Mönchengladbach (1:3), Eintracht Frankfurt (3:4), Bayer Leverkusen (0:2), VfB Stuttgart (1:3) und jetzt wieder gegen den BVB (1:2). Kölns verflixte Sieben!

1. FC Köln: Weiter kein Topspiel-Punkt

Der FC startete aber wie von Trainer Lukas Kwasniok (44) versprochen angriffslustig, hatte nach 15 Minuten schon sechs Eckbälle in die Statistiken gebrannt. Doch dann bekam der BVB einen ersten Eckball und die Kölner verteidigten stümperhaft, eine geplante Abseitsfalle funktionierte nicht. Serhou Guirassy nahm dankend an und traf (16.). 

Die Kölner taten sich in der Folge schwer, Chancen zu kreieren. Die Gäste machten nicht viel, außer abzuwarten. Nach 34 Minuten ging es mal schnell. Jakub Kaminski flankte, Said El Mala schloss aber etwas überhastet ab. Sein Abschluss ging ans Außennetz. Guirassy hätte wenig später beinahe das 2:0 gemacht, als Kristoffer Lund ihm den Ball vor die Füße köpfte. Doch Marvin Schwäbe parierte glänzend.

Kurz vor der Pause dann eine entscheidende Szene: Jahmai Simpson-Pusey erwischte BVB-Angreifer Maximilian Beier von hinten mit der offenen Sohle. Der Dortmunder wurde gut drei Minuten behandelt, der Kölner bekam Gelb. Erst nach gut drei Minuten wurde Schiedsrichter Daniel Siebert (Berlin) vom VAR vor den Bildschirm geschickt, um sich die Szene nochmals anzuschauen. Danach annullierte er die Gelbe Karte und zeigte wegen groben Foulspiels die Rote Karte.

Köln ging mit 0:1 und einem Mann weniger in die Kabine. Im zweiten Abschnitt kam Cenk Özkacar für den enttäuschenden Isak Johannesson in die Partie. Köln versuchte, trotz Unterzahl den Ausgleich zu erzielen. Kaminski hatte eine vielversprechende Chance, Martel schoss drüber.  

Dann kam die 60. Minute. Tom Krauß rutschte aus, Beier und Julian Brandt hebelten die FC‑Defensive mit einem Doppelpass aus: 2:0 dank Beier. Wenig später sollte es einen Strafstoß für den BVB geben. Den nahm Siebert nach Ansicht der Bilder zurück. Cenk hatte erst den Ball geklärt, dann Silva im Strafraum am Bein getroffen.

In der 75. Minute brachte Kwasniok Linton Maina für Yousoupha Niang. In der 86. Minute mussten dann Ache, Krauß und El Mala runter. Für sie kamen Debütant Cenny Neumann, Dominique Heintz und Marius Bülter. Kaminski konnte wenig später das 1:2 erzielen, sein Schuss wurde abgefälscht (88.). Doch für mehr reichte es in der turbulenten Schlussphase nicht. Nach 90.+6 stand der FC einmal mehr mit leeren Händen da, obwohl man gut gespielt hatte. In der Tabelle bleibt Köln mit 24 Punkten nach 25 Spieltagen auf Platz 13. Am Sonntag können St. Pauli (gegen Frankfurt) und Werder Bremen (bei Union Berlin) den Abstand verkürzen. 

Bitter kam es für die Kölner schon vor dem Anpfiff: Alessio Castro-Montes hatte im Abschlusstraining wieder etwas im Oberschenkel verspürt. Neben ihm fehlten auch Rechtsverteidiger Sebastian Sebulonsen, Innenverteidiger Joel Schmied und der rechte Offensivspieler Jan Thielmann jeweils mit Muskelverletzungen.

Kwasniok schickt folgende Startformation ins Rennen: Schwäbe – Krauß, Van den Berg, Simpson-Pusey, Lund – Martel, Johannesson – Kaminski, El Mala – Niang, Ache

Said El Mala startete also wieder. Kwasniok nahm im Vergleich zum Augsburg-Spiel (0:2) zwei weitere Änderungen vor: Youssoupha Niang feiert sein Startelfdebüt, Isak Johannesson rückt auch in die erste Elf. Cenk Özkacar, Marius Bülter und Luca Waldschmidt saßen dafür zunächst auf der Bank.

Eric Martel und Jakub Kaminski sind enttäuscht.

Ticker-Nachlese

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