„Musste sich Gedanken machen“ FC erwog Modeste-Verkauf – Tony prüfte „unmoralisches Angebot“

Julian Chabot und Anthony Modeste im Training des 1. FC Köln

Anthony Modeste und Julian Chabot trainierten am „Deadline Day“ (31. Januar 2022) bei klirrender Kälte am Geißbockheim.

Thomas Kessler hat bestätigt, dass es ein unmoralisches Angebot für Anthony Modeste gab. Demnach versuchte Saudi-Klub Al-Hilal den Franzosen mit viel Geld in die Wüste zu locken.

Was anfangs wie ein wildes Gerücht klang, wäre am Ende beinahe noch bitterer Ernst geworden. Saudi-Klub Al-Hilal hat bis zuletzt mit aller Macht versucht, Anthony Modeste (33) in die Wüste zu locken.

Das bestätigt nun Thomas Kessler (36), Leiter der Lizenzspieler-Abteilung beim 1. FC Köln: „Es gab dieses Angebot, es war ein sehr, sehr unmoralisches.“

Demnach ließ der AFC-Champions-League-Sieger aus Saudi-Arabien nicht locker im Werben um die Kölner Lebensversicherung, wollte Tony mit Geld zuschütten, um ihm das Abenteuer schmackhaft zu machen.

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1. FC Köln diskutierte „ergebnisoffen“ über Abschied von Anthony Modeste

Die Zahlen waren für Anthony Modeste und den 1. FC Köln offenbar so verlockend, dass sich alle Parteien nach dem Angebot zusammensetzten, um laut Kessler „ergebnisoffen über die Thematik zu sprechen“. „Wir haben vor der Wintertransfer-Periode gesagt, dass wir das machen, wenn es ein Angebot für einen unserer Spieler gibt“, sagt Kessler.

Heißt: Ein Modeste-Abschied wurde ernsthaft diskutiert. Der FC wäre bereit gewesen, seinen Top-Stürmer zu verkaufen. Es wäre die letzte Möglichkeit gewesen, für Modeste abzukassieren. Der Vertrag des Franzosen endet im Sommer 2023. Der Klub räumte seinem Stürmer daher sogar die Möglichkeit ein, sich mit seiner Familie über das exorbitante „Renten“-Angebot auszutauschen. „Es ist klar, dass er sich darüber Gedanken machen musste“, sagt Kessler gegenüber EXPRESS.de.

Gleichzeitig gab es vom Trainerteam um Steffen Baumgart (50) und der Geschäftsführung aber auch die eindringliche Bitte an Tony: „Bleib bei uns!“ Kessler: „Wir alle haben Tony zu verstehen gegeben, wie wichtig er für uns ist und wir uns wünschen, dass er bleibt.“

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Nach etwas Bedenkzeit entschied sich der Franzose schließlich gegen das große Geld und für Köln und den FC. Nach der missglückten Zeit in China fernab von der eigenen Familie wollte der zweifache Papa das Idyll in Köln wohl nicht ein zweites Mal aufgeben. „Er hat sich für einen Verbleib entschieden. Es zeigt, wie groß sein FC-Herz ist und wie wohl er sich bei uns fühlt“, sagt Kessler.

Das Transferfenster ist mittlerweile in beiden Ländern geschlossen. Al-Hilal verpflichtete nach der Modeste-Absage schließlich Ex-Manchester-Stürmer Odion Ighalo (32). Und der FC kann darauf hoffen, dass Modeste weiter so trifft wie im bisherigen Saisonverlauf. Kessler: „Wir sind nun klar mit Tony. Er ist heiß auf die Rückrunde mit uns.“

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