Torwart-Beben beim FC Horn vor Zukunfts-Frage, Weltmeister-Lob für Schwäbe

Marvin Schwäbe vom 1. FC Köln bei einer Parade in Bochum

Marvin Schwäbe untermauerte beim Spiel in Bochum (22. Januar 2022) seinen Status als Nummer des 1. FC Köln.

Marvin Schwäbe hat den Kampf um die Nummer eins beim 1. FC Köln gewonnen. Konkurrent Timo Horn muss sich im Sommer die Zukunfts-Frage stellen: Duell mit Schwäbe oder Köln-Flucht...

Welche Folgen hat Kölns Keeper-Beben? Während Marvin Schwäbe (26) als neue Nummer eins überzeugt, muss Timo Horn (28) über seine Zukunft entscheiden!

Will er im Sommer im Duell mit Schwäbe neu angreifen und das Risiko einer weiteren Bank-Saison in Kauf nehmen – oder sucht er nach 20 Jahren im Klub eine neue Herausforderung?

Horns Köln-Vertrag läuft 2023 aus, das Eigengewächs zählt zu den Top-Verdienern, wäre auf Dauer für den Klub ein extrem teurer Ersatzkeeper. Wie geht es weiter mit Horn? „Das ist eine der Fragen, der sich Steffen Baumgart und Christian Keller im Sommer stellen müssen“, sagt Noch-Geschäftsführer Alexander Wehrle (46): „Es ist auch Timos Entscheidung. Will er die Nummer eins zurück oder braucht er eine Veränderung? Wenn er den Eindruck hat, dass er mal rausmuss, dann muss man sich unterhalten, ob es einen entsprechenden Markt für ihn gibt.“

Mit einem FC-Abflug würde er aber einen Traum aufgeben. 327 Pflichtspiele hat Timo Horn mit seinen 28 Jahren für die Geißböcke absolviert, war auf dem Weg Richtung Top Ten des Klubs (Platz zehn belegt Hans Sturm mit 384 Einsätzen).

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Im EXPRESS.de-Interview sagte er mal: „Ich will noch so viele Spiele wie möglich für meinen Verein absolvieren. Das macht mich stolz.“ Wie viele noch dazukommen, ist nun aber offener denn je…

Steffen Baumgart: Timo Horn ist eine „große Legende“

Wie sehr er an seinem „Effzeh“ hängt, bewies er auch am Samstag in Bochum. Da saß er trotz Kader-Aus auf der Tribüne, um seinen Kollegen vor Ort die Daumen zu drücken, traf sich bei der Gelegenheit auch mit Ex-Mentor Alexander Bade (51).

Alexander Bade und Timo Horn beim Spiel in Bochum

Timo Horn (r.) traf seinen alten Mentor Alexander Bade beim Auswärtsspiel des 1. FC Köln beim VfL Bochum (22. Januar 2022).

Als Sky-Moderator Sebastian Hellmann (54) Horn „eine kleine Legende“ nannte, sprach Trainer Steffen Baumgart (50) sogar von einer „großen Legende“, erklärte dann: „Aber darum geht’s nicht. Ich habe Timo nicht rausgenommen, weil er schlechte Leistungen gebracht hat oder weil er schwach war oder irgendetwas falsch gemacht hat. Er war verletzt und dann ist es schwer, jemanden rauszunehmen, der gute Leistungen gebracht und seine Chance genutzt hat. Das muss man auch mal akzeptieren, ohne, dass man den Kontrahenten gleich schlechtmacht.“

Dazu gibt es auch keinen Grund, denn Schwäbe rechtfertigte seinen Status als neue Nummer eins in Bochum erneut mit einer starken Leistung. Von Sky-Experte und Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus (60) gab’s dafür ein Extra-Lob: „Er hat eine tolle Leistung gebracht. Bei den Toren war er machtlos. Er hatte zwei, drei gute Paraden, ist präsent auf dem Platz und hat die Entscheidung des Trainers untermauert. Für Timo Horn wird es ganz schwer, an ihm vorbeizukommen. Tadellose Leistung.“

Marvin Schwäbe hat Mitleid mit Konkurrent Timo Horn

„Es freut mich natürlich, dass ich auch heute der Mannschaft helfen konnte“, sagte Schwäbe, der verständlicherweise glücklich ist mit Baumgarts Torwart-Entscheidung: „Ich habe versucht, meine Leistung zu bringen. Darüber, dass jetzt am Ende die Entscheidung zugunsten meiner Seite gefallen ist, bin ich natürlich sehr glücklich. Und das Ganze versuche ich jetzt natürlich zu bestätigen.“

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Des einen Freud – des anderen Leid. Trotz des Konkurrenzkampfes hat Schwäbe auch Mitleid mit seinem Torwart-Rivalen. „Ja, natürlich  brauchen wir nicht darüber reden. Er hat neuneinhalb Jahre hier im Tor gestanden, absolute Vereins-Ikone. Natürlich tut’s einem leid für ihn, aber ich muss auf mich achten“, sagt der Keeper. Horn dagegen muss nun in seiner schwierigsten FC-Phase über seine Zukunft entscheiden!

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