Said El Mala war am Samstag beim Derby des 1. FC Köln gegen Bayer Leverkusen der Unglücksrabe unter den Geißböcken. Das Spiel sollte ihn dennoch besser machen.
„Sollte mehr Beachtung finden“Fehlschuss des Jahres? Kölns El Mala untröstlich
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Von 25 Kölner Torschüssen feuerte Said El Mala zehn ab. Doch der Kölner Youngster hatte am Samstag (25. April 2026) kein Glück beim Derby gegen Bayer Leverkusen.
Am Ende gab es nach einer packenden Partie eine bittere 1:2-Niederlage für den FC. Trauriger Höhepunkt aus El-Mala-Sicht: Nach gut 30 Minuten hatte er die Mega-Chance zur 1:0-Führung auf dem Fuß!
Waldschmitz findet tröstende Worte für El Mala
Leverkusens Jarell Quansah spielte den Ball schlampig zurück auf Keeper Janis Blaswich. El Mala schnappte sich die Kugel und umkurvte den Bayer-Keeper am linken Strafraumeck. Dann stand er völlig frei vor dem leeren Tor der Gäste. Der Winkel war nicht extrem spitz, doch El Mala schob den Ball an den ersten Pfosten.
Was für eine Szene! Da wurden Erinnerungen an Frank Mill (verstorben mit 67 Jahren) wach, der 1986 für Borussia Dortmund alleine in München aufs Bayern-Tor zulief und den Ball an den Pfosten setzte.
Ein Fehlschuss, der Mill die ganze Karriere begleitete. 40 Jahre später setzte El Mala den Fehlschuss ebenfalls an den Pfosten. Doch das Missgeschick sollte er schnell abschütteln, schließlich machte er als Youngster eines seiner besten Spiele im FC-Trikot!
Luca Waldschmidt fand jedenfalls tröstende Worte für Said: „Er hat ein gutes Spiel gemacht. Er hat sich sehr aufgeopfert und hatte viele Chancen. Er hat Gas gegeben und geackert. Das ist die Basis! Mal gegen den Pfosten zu schießen oder Chancen zu vergeben, das passiert jedem. Aber das andere ist deutlich wichtiger und sollte mehr Beachtung finden als die Chancenverwertung.“
Sky-Experte Patrick Helmes (42), der für den FC zu aktiven Zeiten 47 Tore geschossen hatte, erklärte: „El Mala entscheidet sich für die Annahme und dadurch wird der Winkel zum Tor schwieriger.“ Der frühere Nationalspieler war sich sicher: Mit ein bisschen mehr Erfahrung hätte das Offensiv-Juwel sich diese Chance nicht entgehen lassen.
Nach der Niederlage war El Mala aber natürlich am Boden zerstört und erst einmal untröstlich. FC-Trainer René Wagner meinte: „Mit Said muss keiner darüber sprechen, er weiß es selbst. Und am Ende macht er es ja nicht mit Absicht. Um in die Situation zu kommen, muss man viel investieren. Das hat er getan, es war ja nicht die einzige Chance.“
Wagner weiß, dass El Mala auch bald wieder treffen wird: „Daran muss er arbeiten, das tut er in jedem Training. Das sehen wir immer, dass er bei den Abschlüssen dabei ist. Jetzt ging der Ball leider nicht rein. Das ist für alle im Stadion und für uns natürlich ärgerlich. Für ihn genauso. Aber der Junge macht das nicht mit Absicht. Er wird am Sonntag aufwachen und sich immer noch ein bisschen ärgern. Aber irgendwann sollte er es vergessen, denn es wird noch viele Situationen geben, wo er ihn reinknallen kann.“
