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Feuriges Derby gegen BayerOh Mann, FC – das darfst du niemals verlieren

Aktualisiert:

Am Samstag kam es bei bestem Fußballwetter zu einem hitzigen Derby zwischen dem 1. FC Köln und Bayer Leverkusen. Nicht die bessere, aber die abgezocktere Mannschaft gewann …

Mensch, FC! Das war ein Spiel, das du niemals verlieren darfst! 23:8 Torschüsse! Doch am Ende stand der 1. FC Köln beim 1:2 mit leeren Händen da!

Am Samstag gab es beim Spiel des 1. FC Köln gegen Bayer Leverkusen ein herrliches Fußball-Feuerwerk. Der FC ließ zwar die Funken sprühen, traf aber nicht! Weil St. Pauli 0:2 in Heidenheim verlor, bleibt der Vorsprung auf Tabellenplatz 16 (Relegation) bei fünf Punkten. Bayer darf mit jetzt 55 Punkten noch auf die Champions-League-Quali schielen.

El Mala brachte den Ball gegen Bayer einfach nicht über die Linie

Kurz nach dem Abpfiff verabschiedeten die Kölner Fans ihre Mannschaft mit Applaus nach einem beherzten, aber glücklosen Auftritt. Nach elf Minuten hatten viele FC-Fans schon etliche Haare verloren! Said El Mala hatte die erste gute Chance, Jakub Kaminski traf aus drei Metern nur das Außennetz und einen weiteren El Mala-Schuss konnte Bayers Schlussmann Janis Blaswich parieren. Auch beim Versuch von Sebastian Sebulonsen war er schnell unten.

Von Bayer kam zunächst nichts. Ein katastrophaler Fehlpass von Eric Martel läutete die erste Chance der Gäste ein. Patrik Schick traf aber nur den Pfosten. Da waren die nächsten Haare bei den FC-Fans weg. Doch es kam noch heftiger!  

In der 37. Minute schnappte sich El Mala einen schwachen Rückpass auf Blaswich. Vor dem leeren Tor versagten ihm dann aus nicht allzu spitzem Winkel die Nerven. Er traf nur den Pfosten des leeren Tors. Zum Haareraufen! Da gingen wohl einige Büschel bei den Fans flöten …

Nur vier Minuten später passierte, was man in Köln schon kennt nach guter Anfangsphase und Chancenwucher: Tor für die Gäste! Schiedsrichter Robert Hartmann aus Wangen zeigte auf den Punkt, nachdem Martel den Schuss von Exequiel Palacios geblockt hatte.

Der Kölner hatte den Arm extra hinter dem Körper verschränkt, mehr geht da nicht. Der Ball traf den Oberkörper und minimal den Oberarm, doch VAR Guido Winkmann griff nicht ein. Hartmann schaute sich die Szene gar nicht mehr an. Schick traf vom Punkt zum 1:0 für Bayer. Kölns Keeper Marvin Schwäbe war noch dran. Mehr Pech geht für Köln in dieser Szene kaum.

Die Kölner protestierten, Sportchef Thomas Kessler schnappte sich Schiri Hartmann noch auf dem Weg in die Kabine und redete auf ihn ein. 

Nach der Pause kam der FC wütend aus der Kabine. El Mala hatte wieder eine Chance, Blaswich war zur Stelle. Dann bediente Linton Maina bei einem Konter Kaminski, doch er scheiterte. Das roch nach Foul, doch die Pfeife von Hartmann blieb stumm. Im Gegenzug entwischte Nathan Tella Kölns Sebastian Sebulonsen. Dessen Flanke versenkte Schick zum 2:0 für Bayer, weil er die Fußspitze vor Cenk Özkacar am Ball hatte (52.).

Der FC steckte aber nicht auf. Kaminski wurde geblockt, El Malas nächster Versuch ging knapp daneben. Trainer René Wagner brachte Alessio Castro-Montes und Jan Thielmann für die enttäuschenden Marius Bülter und Linton Maina.

El Mala wollte dann mit dem Kopf durch die Wand, doch nachdem ein weiterer Schuss drüber ging, hämmerte er frustriert mit den Fäusten auf den Rasen. Der Ball war in diesem Derby nicht sein Freund. Nach 72 Minuten kamen Luca Waldschmidt für Isak Johannesson und Felipe Chavez für Kristoffer Lund in die Partie. Ob sie den Ball ins Tor bekommen würden?

Jaaa! Waldschmidt war einmal mehr der Blitz-Joker. El Mala tankte sich durch und gab nicht auf, den Abpraller versenkte Lucky-Luca zum 1:2 nach 75 Minuten. Jetzt brannte hier die Hütte. Wagner setzte alles auf eine Karte, brachte in der 84. Minute Stürmer Youssoupha Niang für Martel. Der FC brutal am Drücker, Bayer-Trainer Kasper Hjulmand ruderte mit den Armen, um seine Männer aufzurütteln, doch da kam nichts mehr. Bayer behäbig – umso bitterer, dass der FC nichts holen konnte.

Wagner tauschte im Vorfeld der Partie im Vergleich zum 1:1 auf St. Pauli dreimal in der Startelf. Den verletzten Ragnar Ache ersetzte Marius Bülter. Für Alessio Castro-Montes und Jan Thielmann rückten Kristoffer Lund und Linton Maina rein. So startete der 1. FC Köln gegen Leverkusen: Schwäbe – Sebulonsen, Özkacar, Simpson-Pusey, Lund – Maina, Martel, Johannesson, Kaminski – Bülter, El Mala

Said El Mala im Zweikampf mit Robert Andrich.

Ticker-Nachlese

1:2-Pleite gegen Bayer: FC nutzt Chancen nicht und kassiert Witz-Elfer