Überraschende Wende im Streit um den Ausbau des Trainingszentrums des 1. FC Köln: Einen für Donnerstag angesetzten Termin müssen die Richter kurzfristig absagen.
Völlig überraschendGericht sagt Termin zum Kölner Geißbockheim-Ausbau ab

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Das Geißbockheim genannte Klubhaus des Fußballverein 1. FC Köln mit dem Trainingsplatz 1 (links) und dem Franz-Kremer-Stadion (rechts) im Äußeren Grüngürtel.
Eine unerwartete Entwicklung am Mittwochabend: Der für Donnerstag geplante Termin zur Verhandlung über die geplante Erweiterung des 1. FC Köln am Geißbockheim wurde vom Oberverwaltungsgericht Münster (OVG) kurzfristig abgesagt. Für den Verein und seine Anhänger bedeutet das eine weitere, unvorhergesehene Verzögerung.
Der Verein bemüht sich seit zwölf Jahren, für 50 bis 60 Millionen Euro ein zeitgemäßes Leistungszentrum im Grüngürtel sowie drei zusätzliche Fußballfelder zu bauen. Dieses Vorhaben ist für die künftige Ausrichtung des Klubs von großer Bedeutung. Das OVG hatte den entsprechenden Bebauungsplan jedoch vor vier Jahren für ungültig erklärt, was den Startpunkt für einen langwierigen Rechtsstreit markierte.
Wann ein neuer Termin stattfindet, ist völlig unklar
Damals ging der FC vor das Bundesverwaltungsgericht und erhielt Recht, wodurch der Fall zur erneuten Prüfung zurück nach Münster kam. Die für Donnerstag geplante Verhandlung findet jetzt aber nicht statt. Als Begründung gab das Gericht an: „Am heutigen Nachmittag ist eine Stellungnahme der Antragsteller zu Artenschutzfragen eingegangen, die weitere Aufklärung erfordert.“ Wann ein neuer Termin stattfindet, ist völlig unklar.
Hinter der Klage aus dem Jahr 2020 stehen die Bürgerinitiative „Grüngürtel für alle“ (BI) und der BUND NRW. Auf Anfrage bezeichnete Friedmund Skorzenski von der BI das Gutachten als einen „Hammer“. Es sei erst seit Sonntag verfügbar gewesen und wurde dann sofort von den Rechtsanwälten vorgelegt.
Türoffs Wunsch nach Entscheidung platzt
FC-Geschäftsführer Philipp Türoff äußerte noch am Mittwoch seine Hoffnung, dass die unklare Situation ein Ende findet: „Der Termin beim OVG in Münster ist für uns vor allem mit der Hoffnung verbunden, dass endlich Klarheit geschaffen wird.“ Er unterstrich: „Unser Ziel ist nicht, vor Gericht Recht zu bekommen. Unser Ziel ist, die Voraussetzungen für die Zukunft eines wettbewerbsfähigen FC zu schaffen.“
Dieser Wunsch wurde nun erstmal zunichtegemacht. Im Kölner Rathaus und Stadtrat zweifelten ohnehin viele daran, dass ein Richterspruch am Donnerstag die unklare Lage beendet hätte. Man ging fest davon aus, dass die verlierende Partei wieder vor das Bundesverwaltungsgericht gezogen wäre – ein Prozess, der beim letzten Mal bereits vier Jahre in Anspruch nahm. (red)
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