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„Den Vergleich kann man nicht treffen“ Was Stöger über Modestes FC-Aus sagt – und ihm beim BVB zutraut

Anthony Modeste und Peter Stöger zu gemeinsamen Tagen beim 1. FC Köln, hier am 6. Juli 2017 am Geißbockheim

Anthony Modeste und Peter Stöger zu gemeinsamen Tagen beim 1. FC Köln, hier am 6. Juli 2017 am Geißbockheim

Vom 1. FC Köln zu Borussia Dortmund: Nach Peter Stöger in der Saison 2017/18 geht jetzt Anthony Modeste diesen Weg. EXPRESS.de sprach mit dem Ex-Coach über den Wechsel.

Nach Salih Özcan (24) hat auch Anthony Modeste (34) den Weg vom 1. FC Köln zu Borussia Dortmund gefunden. Vor ihnen war es ihr Ex-Coach Peter Stöger (56), der nach seiner Entlassung beim FC das trudelnde BVB-Schiff stabilisierte und noch in die Champions League führte. Bei EXPRESS.de spricht Stöger über Modeste und Kölns ungarische Conference-League-Hürde!

Aktuell ist er als Experte im österreichischen Fernsehen zu sehen, der Traum von einem Engagement als österreichische Nationaltrainer erfüllte sich nicht – der ÖFB entschied sich für Ralf Rangnick (64).

Peter Stöger: „Modestes Beitrag wird dem 1. FC Köln sicher fehlen“

Auch der Kontakt nach Köln ist etwas abgerissen. „Ich war im Frühjahr zuletzt da, weil ich in Dortmund einen Vortrag hatte“, erzählt Stöger, von 2013 bis Ende 2017 FC-Coach. Den Abschied seines Ex-Schützlings Anthony Modeste, der unter ihm seine erste Blüte erlebte und die Geißböcke mit 25 Toren in die Europa League schoss, hat er natürlich mitbekommen.

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Stögers Einschätzung: „Für mich ist das schwierig zu beurteilen, wie schwer der Verlust von Tony für den FC wiegt. Den Vergleich mit damals kann man auch nicht so treffen, das war eine andere Mannschaft, andere Voraussetzungen. Aber sicher ist, dass er mit seinen 20 Toren einen wesentlichen Beitrag zu der erfolgreichen letzten Saison geleistet hat – und die fehlen jetzt natürlich schon.“

Der BVB hat in seinen Augen angesichts des Ausfalls von Sébastien Haller (28, Hodentumor) aber die richtige Entscheidung getroffen. „Tony hat seine Qualitäten, das ist ja unbestritten, von denen haben wir damals auch profitiert und die wird er jetzt in Dortmund auch zeigen. Er passt vom Spielertyp her als Ersatz zu Haller und wird beim BVB noch mehr Strafraumszenen haben. Und da ist er immer noch richtig gut.“ So könne er sicher die 20 Tore aus der Vorsaison wiederholen.

Dass viele Fans auch bei seinem Schritt vom 1. FC Köln zu Borussia Dortmund damals verletzt und traurig waren, weiß Stöger. Modeste hätte aber aus freien Stücken den Weg weg vom Geißbockheim gewählt. „Der Vergleich mit mir hinkt natürlich, ich wollte ja nie weg aus Köln. Wäre ich nicht vertragslos gewesen, wäre ich auch nicht zum BVB gegangen. Tony wollte ja weg. Das ist schon ein Unterschied.“

Einen etwas aktuelleren Blick hat Stöger auf den zu 99 Prozent feststehenden Gegner des 1. FC Köln in den Conference-League-Playoffs. Féhérvar FC war in seiner Zeit als Trainer von Ferencvaros Budapest gleich zweimal sein Gegner in Ungarn, er kennt das Team.

„Féhérvar ist hinter Ferencvaros sicher die beste ungarische Mannschaft, sie haben sich nicht von ungefähr durchgesetzt. Zu meiner Zeit in Ungarn hatten sie Probleme, wir konnten sie zweimal besiegen. Aber jetzt haben sie einen neuen Trainer, spielen einen offensiven Fußball. Trotzdem ist der 1. FC Köln in diesem Spiel klarer Favorit. Wenn sie ihre Leistung abrufen, dann werden sie eine Runde weiterkommen.“

Am Donnerstag (11. August, 19 Uhr) tritt Féhérvar nach dem 5:0-Hinspiel-Sieg in der dritten Quali-Runde zunächst mal zum Rückspiel bei Moldau-Klub Hincesti an.

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