Bei Heimspielen des 1. FC Köln kommt es ab dem kommenden Jahr zu Änderungen rund um das Rhein-Energie-Stadion.
Auch Bauarbeiten nötigÄnderungen bei FC-Heimspielen ab 2027 beschlossen
Wenn der 1. FC Köln ein Heimspiel hat oder das Rhein-Energie-Stadion im Sommer zur Konzertarena wird – wie 2027 mit Querbeat und Scooter in Müngersdorf –, herrscht in den umliegenden Wohnvierteln Ausnahmezustand.
Aus diesem Grund existiert bereits seit 2005 ein Schutzkonzept für die Anwohner in den am stärksten belasteten Straßen. Auf Grundlage einer Entscheidung der Bezirksvertretung Lindenthal wird dieser Puffer nun ausgeweitet, um ein größeres Wohnareal zu schützen. Die neuen Regelungen treten Ende Januar 2027 in Kraft, wie die Stadtverwaltung am Dienstag (6. Oktober 2026), bekannt gab.
Jungbluthgasse, Marsdorfer Straße und Statthalterhofweg bleiben offen
Erstmalige Anwendung findet die Regel, wenn der 1. FC Köln zu Hause gegen den VfB Stuttgart antritt. Diese Begegnung des 19. Bundesliga-Spieltags ist im Zeitfenster vom 29. bis zum 31. Januar 2027 geplant. Ein exakter Termin für die Partie steht noch aus.
Die Neuerung im Detail: Die bereits existierenden Schutzzonen in Köln-Junkersdorf, nämlich die Zonen 03 und 05, dehnen sich nach Westen bis zur Autobahn 1 aus. Darüber hinaus wird eine gänzlich neue Zone mit der Nummer 06 eingerichtet.
Deren Grenzen bilden der Militärring, die Vitalisstraße sowie die Widdersdorfer Straße. Ein Probelauf im Vorjahr machte jedoch deutlich, dass für eine gute Erreichbarkeit des Veedels bestimmte Straßen frei bleiben müssen. Aus diesem Grund sind die Jungbluthgasse, die Marsdorfer Straße und auch der Statthalterhofweg von den Sperrmaßnahmen nicht betroffen.
Normalerweise werden die Zonen drei Stunden vor einem Fußballspiel und vier Stunden vor einem Konzert im Rhein-Energie-Stadion abgeriegelt. Die Sperrungen werden mit dem Start des Events wieder aufgehoben.
Anwohner mit einem speziellen Passierschein dürfen die Absperrungen passieren. Dies gilt aber nur, wenn die Wohnadresse im Schutzbereich liegt und der Weg dorthin zwangsläufig durch eine Sperre führt. Wer sein Zuhause auch über andere, offene Straßen erreichen kann, dem wird keine Genehmigung erteilt.
Die Maßnahmen verfolgen mehrere Zwecke. Anwohner im Umkreis des Rhein-Energie-Stadions bekommen an Event-Tagen einen Vorteil bei der Parkplatzsuche. Zugleich sollen der allgemeine Verkehr, die Belastung für die Umwelt und das Suchen nach Parklücken eingedämmt werden. Außerdem verbessert sich dadurch die Situation für Einsatzfahrzeuge und den öffentlichen Nahverkehr.

Copyright: Stadt Köln
Das künftige Anwohnerschutzkonzept der Stadt Köln bei FC-Spielen.
Die Umsetzung der erweiterten Schutzzonen bringt stellenweise auch kleinere Bauarbeiten mit sich. So ist etwa die Installation von Schranken geplant oder die Aufstellung zusätzlicher Verkehrszeichen. Die Stadtverwaltung hat mitgeteilt, dass die direkt Anwohnenden schon postalisch über die Änderungen in Kenntnis gesetzt wurden.
Personen, die bereits eine gültige Durchfahrtsgenehmigung haben, behalten diese. Laut Stadtverwaltung könnten sich lediglich manche Zufahrtswege verändern.
Wer jedoch in einem der neuen Gebiete lebt, muss einen Antrag im Kundenzentrum Lindenthal stellen. Die Verwaltung legt nahe, dies bis spätestens 30. November 2026 zu erledigen. Das sei nötig, um eine pünktliche Bearbeitung aller Gesuche zu gewährleisten. (red)

