Wieder Wechsel-Zoff Anthony Modestes Rückkehr zum 1. FC Köln: Transfer landet vor Gericht

Anthony Modeste (r.) spielt mittlerweile für Borussia Dortmund, hier am 1. Oktober 2022 gegen den 1. FC Köln.

Anthony Modeste (r.) spielt mittlerweile für Borussia Dortmund, hier am 1. Oktober 2022 gegen den 1. FC Köln.

Berater-Zoff um Anthony Modestes China-Rückkehr im Jahr 2018. Der ablösefreie Transfer zum 1. FC Köln landet nun, im November 2022, vor Gericht.

Vor vier Jahren kehrte Anthony Modeste (34) aus China zum 1. FC Köln zurück. Jetzt landet der spektakuläre Ablösefrei-Transfer vor Gericht! Es gibt Berater-Zoff.

Ein Spielervermittler fordert knapp 360.000 Euro – allerdings nicht vom FC, sondern von einer anderen Beraterin. Am 7. November 2022 kommt es zum Prozess am Landgericht Kleve.

Anthony Modeste muss nicht am Landgericht Kleve aussagen

Dieses erklärt in einer Pressemitteilung: „Der Kläger macht Ansprüche auf Zahlung eines Honorars aufgrund seiner behaupteten Mitwirkung am Wechsel eines Profifußballers aus der ersten Bundesliga von einem chinesischen Club zum 1. FC Köln im November 2018 geltend.“

Alles zum Thema Anthony Modeste

Modeste selbst, seit dieser Saison für Borussia Dortmund im Einsatz, ist nicht vorgeladen. „Gegenstand der Beweisaufnahme ist die Frage der Beteiligung des Klägers am oben genannten Transfer des Profifußballers“, heißt es vom Gericht.

Der Franzose war im Sommer 2017 zunächst für 28 Millionen Euro zu Tianjin Quanjian gewechselt. Im November 2018 kehrte er nach komplizierten Verhandlungen, unter anderem durch Mitwirken des SPD-Politikers Martin Schulz (66), ablösefrei aus China ans Geißbockheim zurück.

Bereits Anthony Modestes China-Wechsel sorgte für Berater-Prozess

Seinen Tianjin-Vertrag hatte Anthony Modeste wegen ausstehender Gehaltszahlungen gekündigt, war sogar vor den Sportgerichtshof CAS gezogen.

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Zur Erinnerung: Bereits Modestes Transfer ZU Tianjin hatte für einen Berater-Prozess gesorgt. Damals wollte Spielervermittler Giacomo Petralito zwei Millionen Euro vom 1. FC Köln kassieren, scheiterte aber, weil er keinen entscheidenden Beitrag zum Wechsel nachweisen konnte.

Jedoch wurden im Prozess, der 2020 vor dem Oberlandesgericht Köln endete, interessante Details öffentlich. Unter anderem, dass der FC schon ein halbes Jahr vor Modestes Abgang ein Wahnsinns-Angebot aus China in Höhe von 75 Millionen Euro abgelehnt hatte. (mze)

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