„Verdammter Junge“ Verletzt und beleidigt: Hass gegen Modeste – das sagt Baumgart zur Derby-Hoffnung

Anthony Modeste steigt in sein Auto

Während die Reservisten und Einwechselspieler des 1. FC Köln am Montag (22. November 2021) am Geißbockheim trainierten, fuhr Top-Torjäger Anthony Modeste zur Behandlung in die Mediapark-Klinik.

Anthony Modeste bekam nach seinem Tränen-Abgang beim 1:1 in Mainz Hass-Nachrichten auf Instagram. Der 1. FC Köln hofft auf eine Blitz-Heilung seines Torjägers.

Köln. Er war die tragische Figur beim 1:1 des 1. FC Köln in Mainz: Anthony Modeste (33) musste nach einem Zusammenprall mit FSV-Verteidiger Stefan Bell (30) unter großen Schmerzen ausgewechselt werden – und auch noch widerliche Beleidigungen über sich ergehen lassen!

Steffen Baumgart: „Wir werden sehen, wie es bis Samstag aussieht“

„Tony Doppelpack“ zog sich eine schwere Becken-Prellung zu, gibt bei Instagram aber leichte Entwarnung: „Es geht weiter. Niemals aufgeben. Nächste Woche Derby. Come on FC.“ Macht Hoffnung auf einen Einsatz am Samstag (27. November 2021, 15.30 Uhr) gegen Borussia Mönchengladbach. Der Franzose will alles dafür geben!

Steffen Baumgart (49) wagt keine Prognose, wirkt aber sehr skeptisch. Der FC-Coach sagt zu EXPRESS.de: „Wir warten mal ab. So wie der Schlag war, wird es eine Prellung sein – eine äußerst schmerzhafte. Das ist eine ganz bescheidene Stelle. Es gibt Punkte am Körper, da tut’s richtig weh. Wir werden sehen, wie es bis Samstag aussieht.“

Anthony Modeste sitzt am Steuer seines Autos

Anthony Modeste am Montag (22. November 2021) am Geißbockheim. Der Torjäger des 1. FC Köln war im Spiel beim 1. FSV Mainz 05 tags zuvor verletzt ausgewechselt worden.

Am Montag war für Modeste erst mal Behandlung am Geißbockheim angesagt. Anschließend stieg er – immer noch humpelnd und sichtbar unter Schmerzen – in sein Auto, fuhr ins Krankenhaus. Lizenzspieler-Leiter Thomas Kessler (35): „Wir lassen Tony in der MediaPark-Klinik checken und gehen nicht davon aus, dass es ein strukturelles Problem ist.“

Doch auch mit Prellung wird es ein Wettlauf gegen die Zeit bis Samstag! Der FC muss von Tag zu Tag schauen. Fest steht: Ein Modeste-Aus wäre ein herber Derby-Dämpfer. Der Franzose hat sechs der sieben letzten Pflichtspiel-Treffer der Kölner erzielt.

Baumgart gibt sich entspannt: „Wenn Tony ausfallen sollte, spielt jemand anderes – Seb hat’s in Mainz gut gemacht, als er reinkam. Wir müssen damit umgehen.“ Sebastian Andersson (30) hat allerdings genau wie Sturm-Kollege Mark Uth (29) erst ein Liga-Tor erzielt.

Anthony Modeste zeigt Hass-Nachrichten auf Instagram

Unfassbar: Neben vielen Genesungswünschen – unter anderem von Kumpel Marco Höger („Hauptsache, du bist gesund“) – erreichten Modeste nach seinem Tränen-Abgang in Mainz auch Hass-Nachrichten.

Einen dieser widerlichen Texte veröffentlichte Tony in seiner Instagram-Story, der FC-Star wurde aufs Übelste beleidigt. Der User freute sich über Modestes Verletzung, wünschte dem Stürmer das Karriereende. „Ich hoffe, dein Fußballleben ist vorbei, verdammter Junge“, schrieb der Pöbler unter anderem.

Anthony Modeste postet Hass-Nachrichten auf Instagram

Anthony Modeste postete diese Hass-Nachrichten auf seinem Instagram-Account (21. November 2021)

Modeste kann solchen Hass nicht begreifen, antwortete in großen roten Lettern: „Wie kann man so sein?“

Rafael Czichos: „Man hätte Rot zeigen können“

Vor allem nach den Bildern aus Mainz. Modeste konnte nach dem Zusammenprall mit Bell nicht mehr auftreten, musste von Doc Peter Schäferhoff und Physio Christian Osebold vom Platz gebracht werden – der Schmerz stand ihm dabei ins Gesicht geschrieben. Auch nach Spielschluss. „Tony ist durch die Kabine gehumpelt“, sagte Mitspieler Rafael Czichos (31).

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Der Abwehrboss hatte – anders als Trainer Baumgart – kein Verständnis dafür, dass Schiedsrichter Deniz Aytekin (43) in der 42. Minute nicht die Rote Karte für Bell zückte. „Ich habe es von hinten gesehen. Man hätte gut und gerne Rot zeigen können. Der Schiedsrichter hat es in der Halbzeit auch noch mal gesagt, dass es sehr knifflig war. Wenn er ihn vom Platz gestellt hätte, hätte sich niemand beschweren können.“

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