Baumgart legt los Fünf Gründe, warum sich FC-Fans auf die neue Saison freuen dürfen

Der 1. FC Köln jubelt bei Holstein Kiel.

Der 1. FC Köln sicherte sich am 29. Mai 2021 mit einem 5:1-Triumph im Relegations-Rückspiel bei Holstein Kiel den Verbleib in der Bundesliga.

Köln. Die Profis des 1. FC Köln kehren am Freitag ans Geißbockheim zurück – doch einer legt schon heute los: Pünktlich zu seinem Vertragsbeginn am 1. Juli stellt sich Neu-Trainer Steffen Baumgart (49) mit einer Pressekonferenz persönlich vor, verrät seine FC-Pläne. Natürlich hat er viele Stolpersteine aus dem Weg zu räumen, doch es gibt auch Gründe zur Hoffnung.

EXPRESS erklärt: Deshalb können sich die Fans des 1. FC Köln auf die neue Saison freuen! Allen voran wegen Baumgart selbst...

Entfacht Steffen Baumgart neue Euphorie beim 1. FC Köln?

Anpacker Baumgart: Nach vier Jahren beim SC Paderborn sucht Steffen Baumgart eine neue Herausforderung – und hat mit dem 1. FC Köln die wohl größtmögliche gefunden. Finanzielle Probleme, viele Konflikte innerhalb des Vereins und eine Mannschaft, die mehr Baustelle als Kader ist. „Das macht irgendwo den Reiz aus“, hatte Baumgart im Rahmen seiner Verpflichtung erklärt. Der Coach jammert nicht, sondern geht die Probleme an – und dürfte für diesen Klub genau der Richtige sein. Am Geißbockheim hofft man nun, dass Baumgart seinem Ruf als „Bessermacher“ (Präsident Werner Wolf) gerecht wird.

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Steffen Baumgart posiert am Geißbockheim

Steffen Baumgart (hier am 2. Juni 2021) startet am 2. Juli mit dem 1. FC Köln in die Saisonvorbereitung.

Spektakel-Fußball: Die Auftritte unter dem stets auf Sicherheit bedachten Ex-Trainer Markus Gisdol (51) waren oft schwer anzusehen. Die kölsche Fan-Schar sehnt sich nach mutigem Offensiv-Fußball, einstudierten Automatismen, durchdachten Angriffen – all das gab es in den vergangenen Jahren kaum zu bestaunen. Baumgart steht für Spektakel und hat bis zum Pflichtspiel-Auftakt im DFB-Pokal fünf Wochen Zeit, genau das den Spielern einzuimpfen.

1. FC Köln hofft auf fünfstellige Zuschauerzahl zum Saisonstart

Zuschauer-Rückkehr: Wie alle Bundesligisten hofft auch der 1. FC Köln darauf, endlich wieder Tausende Zuschauer begrüßen zu dürfen. Laut Hygienekonzept könnten beim Liga-Auftakt gegen Hertha BSC Stand jetzt 15.000 bis 17.000 Fans im Rhein-Energie-Stadion dabei sein. Noch besser: Sollte die Delta-Variante die positive Entwicklung nicht stoppen und allen Plänen einen Strich durch die Rechnung machen, ist schon am dritten Spieltag gegen den VfL Bochum eine volle Hütte möglich!

Hector-Power: In der vergangenen Saison musste der FC monatelang auf seinen Kapitän Jonas Hector (31) verzichten. Private Schicksalsschläge und zwei langwierige Verletzungspausen machten dem Ex-Nationalspieler zu schaffen. Wie wichtig Hector für sein Team ist, zeigte sich dann im Endspurt und der Relegation, als der Saarländer als vorbildlicher Anführer voranging und einfach überall auf dem Platz zu finden war. Jetzt spricht alles dafür, dass der FC mit einem ausgeruhten und fitten Kapitän in die neue Saison gehen wird und nicht wieder eine gefühlte Ewigkeit ohne seinen wichtigsten Spieler auskommen muss.

Jonas Hector spielt für den 1. FC Köln in der Relegation gegen Holstein Kiel.

FC-Kapitän Jonas Hector (l.), hier beim Relegations-Spiel gegen Holstein Kiel am 26. Mai 2021 mit Dominick Drexler

Relegations-Aufwind: Dass die Kölner Achterbahnfahrt in der Spielzeit 2020/21 in der Relegation endete, ist durchaus ein gutes Omen für die neue Saison. Denn seit die Entscheidungsduelle 2009 wieder eingeführt wurden, stieg nur eine Mannschaft, die zuvor als Erstligist in der Relegation erfolgreich war, im Folgejahr ab: ganz aktuell Werder Bremen. Meist gab der Umweg zum Klassenerhalt ordentlich Auftrieb: Der 1. FC Nürnberg (2011), Borussia Mönchengladbach (2012) und der VfL Wolfsburg (2019) landeten anschließend unter den besten sechs Teams der Liga. Im Schnitt springt eine Mannschaft nach der Rettung über die Relegation ins gesicherte Mittelfeld (Platz 10,6). Damit könnte man sich am Geißbockheim gewiss anfreunden.

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