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„Kriegt man von der Truppe“So erklärt Wagner sein goldenes Händchen

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Der 1. FC Köln holte bei Eintracht Frankfurt einen ganz wichtigen Zähler im Abstiegskampf. René Wagner bewies bei seinem Debüt direkt mal ein goldenes Händchen.

Es war eine regelrechte Achterbahnfahrt für René Wagner bei seiner Premiere als Cheftrainer vom 1. FC Köln. Der neue Boss an der Seitenlinie erlebte beim 2:2-Unentschieden bei Eintracht Frankfurt ein ständiges Auf und Ab.

In der ersten Halbzeit hätte seine Mannschaft führen müssen. Der FC ließ gleich mehrere aussichtsreiche Konter fahrlässig liegen, vor allem Jakub Kaminski hätte bei seinem Alleingang treffen müssen, scheiterte aber an der eigenen Technik.

FC kann sich auf seine Joker verlassen

Statt selbst in Führung zu gehen, musste der Aufsteiger gleich zwei bittere Pillen innerhalb von drei Minuten schlucken. Mit dem 0:2 stand der FC mit dem Rücken zur Wand. Doch statt sich 20 Minuten vor Schluss dem Schicksal zu fügen, zeigte die Truppe zum wiederholten Mal in dieser Saison Moral und kämpfte sich eindrucksvoll zurück.

Bei der starken Aufholjagd bekam sie aber auch die richtigen Impulse von außen. Denn Wagner bewies bei seinem Debüt gleich mal ein goldenes Händchen. Denn Luca Waldschmidt, Marius Bülter und Alessio Castro-Montes waren nicht mal eine Minute auf dem Platz, als das Trio den viel umjubelten Ausgleich besorgte.

Waldschmidt verlängerte auf Bülter, der legte quer und Castro-Montes erzielte seinen ersten Bundesliga-Treffer überhaupt. „Wir haben kurz überlegt, ob wir nur zwei machen, haben uns dann aber für drei entschieden. Das war wichtig für die Truppe, nochmal einen Spieler mehr mit frischen Beinen draufzubekommen“, begründete Wagner seinen entscheidenden Dreier-Wechsel: „Es war ein toller Moment, ich habe mich besonders für Monti gefreut.“

Der Belgier, der in der Rückserie anfangs so richtig durchstartete, fehlte seit Anfang Februar mit einem Muskelfaserriss. In den vergangenen Wochen hatte er intensiv für sein Comeback geschuftet und sich nun für die harte Arbeit belohnt. „Monti war verletzt und hat unter der Woche super trainiert. Die Jungs, die reingekommen sind, haben noch mal Gas gegeben. Das kriegt man von der Truppe zurück“, zeigte sich Wagner stolz.

Dass die FC-Bank in dieser Saison schon häufig die richtigen Entscheidungen während eines Spieles getroffen hat, zeigt auch die Statistik. Die Kölner Joker können im Saisonverlauf bereits 22 Torbeteiligungen nachweisen und gehören damit zu den Top drei der Liga.

Der Boost von der Bank soll auch im Endspurt noch mal wichtig werden, wenn es in den direkten Duellen gegen Bremen, St. Pauli und Heidenheim um alles geht. „Wenn wir uns immer darauf verlassen können, dass wir dieses Quäntchen an Power von der Bank bekommen, profitieren wir natürlich“, sagt Kapitän Schwäbe über die Edeljoker.

Jakub Kaminski jubelt gegen Frankfurt.

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