Aussortierter FC-Profi Zeit läuft ab: Muss der FC Andersson eine Abfindung zahlen?

Sebastian Andersson im Testspiel am Bieberer Berg.

Soll noch verkauft werden: Sebastian Andersson, hier im vorletzten Testspiel gegen Kickers Offenbach am 17. Juli 2022.

Der 1. FC Köln will Sebastian Andersson weiter von der Gehaltsliste bekommen. Doch die Interessenten spielen auf Zeit: Der Druck auf den FC, dem Schweden einen Gehaltsteil zu bezahlen, wird größer.

Während der Kader des 1. FC Köln sich auf die Qualifikationspartie zur Conference League gegen Féhérvar vorbereitet, ist Sebastian Andersson (31) weiter außen vor. Der schwedische Stürmer, 2020 für über sechs Millionen Euro von Union Berlin verpflichtet, soll und kann gehen – doch langsam wird die Zeit knapp.

EXPRESS.de weiß: Neben Bröndby soll es noch mindestens zwei weitere Interessenten geben. Das Problem: Niemand kann die Gehaltsvorstellungen des Nationalspielers erfüllen, der noch eine Saison seine knapp zwei Millionen Euro Grundgehalt beim 1. FC Köln bekommt.

Christian Keller: „Es ist kein einfacher Deal“

FC-Geschäftsführer Christian Keller (43) hatte kürzlich beim Thema Andersson die Schwierigkeiten schon gut beschrieben „Es ist kein einfacher Deal, was die finanzwirtschaftliche Dimension angeht. Weder für uns, noch den Spieler oder einen aufnehmenden Klub.“

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Bröndby beispielsweise würde den Spieler auch über den kommenden Sommer hinaus verpflichten, doch selbst in der Summe kommt man nicht annähernd auf ein Gehalt, das seinen FC-Vertrag widerspiegelt. An eine Ablöse ist dabei überhaupt nicht zu denken.

Also zockt Andersson auf eine Abfindung vom 1. FC Köln! Die Hoffnung im Lager des aussortierten Schweden: Der FC könnte zu Zugeständnissen bereit sein, nur um ihn von der Gehaltsliste zu bekommen.

Als Ex-Sportchef Horst Heldt (52) einst den Kader entrümpeln musste, wurde bei den Spielern versucht, eine Drittel-Lösung umzusetzen: Ein Drittel des Gehalts zahlt der aufnehmende Klub, ein Drittel der FC und ein Drittel wäre das Zugeständnis des Spielers. Andersson könnte das mit einem längerfristigen Vertrag wieder auffangen. Über 1,2 Millionen Euro könnte der Klub damit einsparen.

Das Problem: Die Zeit wird langsam knapp. Am Ende des Monats schließt die Transferliste, dann müsste man eine Lösung des Andersson-Problems auf den Winter vertagen. Bis dahin würde er aber weiter Gehalt kassieren. Und der FC muss dringend das Budget weiter entlasten. Der Druck auf die Verantwortlichen steigt also. (red)

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