Der 1. FC Köln hat am Sonntag beide Spiele der Generalprobe in Paderborn verloren. Die Bosse legen den Finger in die Wunde.
„Stillstand“Kessler legt nach Gegentor-Flut Finger in die Wunde

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Paul Okon-Engstler stand im ersten der beiden Testspiele in der Startelf. Der FC verlor beide Spiele gegen die Ostwestfalen.

Diese Generalprobe(n) hatte sich der 1. FC Köln sicher anders vorgestellt. Nachdem man bisher ungeschlagen durch die Vorbereitung gekommen war, setzte es bei Liga-Konkurrenten Paderborn gleich zwei Niederlagen. Dabei kassierte der FC insgesamt sieben Gegentore gegen den Aufsteiger – sechs davon in nur 30 Minuten.
Geschuldet war diese Gegentor-Flut zwei absoluten Tiefschlafphasen. Bei der 2:3-Niederlage der vermeintlichen A-Elf fing sich der FC drei Gegentreffer in 14 Minuten, beim 3:4 der Herausforderer musste man drei Paderborner Tore in 16 Minuten schlucken.
FC-Trainer Wagner: „Wir müssen das besser verteidigen“
Diese Schlafmützigkeit bereitet eine Woche vor dem Pflichtspiel-Auftakt im DFB-Pokal bei den Würzburger Kickers Sorgen. „Wir haben uns nicht mehr an den Plan gehalten, den wir vorher besprochen haben, waren nicht mehr so sauber wie in der ersten Halbzeit. In diesen Phasen muss Führung innerhalb der Mannschaft übernommen werden“, sagte René Wagner nach dem zweiten Test.
Dort schien seine Mannschaft zunächst alles im Griff zu haben. Nachdem man das Spiel zunächst auf 2:1 gedreht hatte, hätte man mit einigen Großchancen das Spiel schon in der ersten Halbzeit entscheiden können. Doch statt vorne für die Entscheidung zu sorgen, brachte man sich hinten mit haarsträubenden Fehlern in die Bredouille. „Die Jungs wissen, woran es lag. Wir müssen das besser verteidigen, aber auch versuchen, mit Ball die Spielkontrolle zu behalten“, sagte Wagner.
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Ähnlich klare Worte fanden die Kölner Verantwortlichen auch für diejenigen Spieler, die aktuell die Nase vorne haben und die Kohlen im Pokal aus dem Feuer holen sollen. Denn auch dieses Spiel war abgesehen von 25 guten Minuten in der ersten Halbzeit unter dem Strich zu fehlerhaft.
„Wir haben vor allem in der zweiten Halbzeit die eine oder andere falsche Entscheidung getroffen. Da hatten wir 20 Minuten, in denen ich den Eindruck hatte, dass Stillstand in unserem Spiel herrscht“, sagte Thomas Kessler: „Das wurde gnadenlos bestraft.“
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Der Kölner Geschäftsführer wollte bewusst den „Finger in die Wunde legen“ und kündigte ausreichend Videomaterial für die kommenden Tage an.
Eine Woche vor dem ersten Pflichtspiel war es nach einer bislang ordentlichen Vorbereitung ein Schuss vor den Bug. „Es war der Test, den wir brauchten, um an ein, zwei Stellschrauben zu drehen, die jetzt wichtig werden“, sagte Wagner, der in den kommenden Tagen taktisch und personell die Lehren aus der Doppel-Pleite ziehen will.

