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Mainz-StartelfQual der Wahl: „Nicht alles über Bord werfen“

Eric Martel jubelt gegen Heidenheim.

Eric Martel kehrt nach seiner abgesessenen Gelbsperre gegen Mainz zurück. 

Der 1. FC Köln trifft in einem wegweisenden Spiel auf Mainz 05. Dabei kann Lukas Kwasniok wieder auf Eric Martel und Rav van den Berg zurückgreifen. Doch einen Freifahrtschein gibt es für das Duo nicht.

Der 1. FC Köln steht vor dem wegweisenden Spiel gegen Mainz 05. Das Spiel ist in erster Linie wichtig, um in der Tabelle endlich mal wieder durchatmen zu können. Auf der anderen Seite wäre es auch für Lukas Kwasniok von Vorteil, wenn man nach acht sieglosen Spielen mal wieder einen Dreier einfahren könnte.

Dabei kann der FC-Trainer wieder auf Rav van den Berg und Eric Martel zurückgreifen. Das Duo hat seine Sperren abgesessen und ist wieder einsatzbereit. Ob Kwasniok für die beiden allerdings alles über den Haufen wirft, was gegen die Bayern so gut geklappt hat, ließ er am Tag vor der Partie noch offen.

Kwasniok: Fragezeichen nur bei Krauß

Kwasniok sagte: „Wenn Spieler fehlen, nutzen andere ihre Chance. Das haben die Jungs hinten getan. Ich hatte nicht das Gefühl, dass wir ein Problem in der Innenverteidigung hatten. Ich habe somit die Qual der Wahl. Ich denke aber, es gibt keinen Grund, alles über Bord zu werfen.“

Damit spielte der Coach auf die starken Leistungen seiner „Not-Abwehr“ an. Denn Sebastian Sebulonsen, Jahmai Simpson-Pusey und Cenk Özkacar erledigten ihren Job gegen die Superstars aus München allesamt mit Bravour.

Rein aus Leistungsgründen hätte es keiner der drei verdient, nun wieder auf der Bank Platz zu nehmen. Allerdings kehren mit Martel und van den Berg auch nicht irgendwelche Spieler zurück, sondern zwei Leistungsträger und Stützpfeiler.

Heißt, Kwasniok muss etwas puzzeln und wird auch den einen oder anderen mit einer engen Entscheidung enttäuschen müssen. So könnte er Neuzugang Jahmai Simpson Pusey mal eine Verschnaufpause gönnen, nachdem der Engländer bislang quasi noch gar keine Gelegenheit hatte, durchzuatmen. „Jahmai hat zweimal 90 Minuten aus der kalten Hose gespielt. Da ist die Frage: Stell ich ihn jetzt ein drittes Mal innerhalb so kurzer Zeit auf“, sagte Kwasniok.

Zudem könnte er Sebulonsen auf seine Stammposition auf der Schiene zurückbeordern, obwohl der Norweger inzwischen Gefallen an seinem Abwehr-Job gefunden hat und mit richtig guten Leistungen in der Kette überzeugte.

Vorne stellt sich wie immer die Frage: El Mala von Beginn an oder als Joker. Auch dabei lässt sich Kwasniok noch nicht in die Karten schauen. Hierzu sagte er lediglich: „Ich vertraue meinen Erfahrungen und meinem Instinkt. Ich werde mich wenig von außen beeinflussen lassen.“ Auch wenn er noch ein Geheimnis draus macht, sei die Startelf im Kopf schon „sehr klar“.

Bis auf eine Ausnahme: „Die einzige Variable ist Tom Krauß. Er hat ein kleines Problem mit der Hüfte, da hat er aber schon rund um das Bayern-Spiel gehabt. Ich gehe davon aus, dass er zur Verfügung stehen wird. Es ist nichts Wildes“, sagte Kwasniok.

So könnte der FC spielen: Schwäbe – van den Berg, Martel, Simpson-Pusey – Sebulonsen, Krauß, Kaminski, Castro-Montes – Maina, El Mala – Ache