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Clever und mit WeitsichtFC spart bei Verteidiger-Transfer Millionensumme

Der 1. FC Köln hat die Absicht, sich mit kleinen Schritten vom Fahrstuhlklub zu einem etablierten Bundesligisten zu entwickeln. Dabei müssen clevere Entscheidungen getroffen werden.

Im vergangenen Sommer setzte sich der 1. FC Köln bei einer interessanten Personalie gegen starke Konkurrenz durch! Rav van den Berg kam vom FC Middlesbrough zum 1. FC Köln.

Der 21-jährige Niederländer mit dem Verteidiger-Gardemaß von 1,91 Metern wurde von zahlreichen Klubs umworben. Doch Köln erhielt nach harten und klugen Verhandlungen den Zuschlag. Der Abwehrspieler kostete acht Millionen Euro, er erhielt einen Vertrag bis 2030. Es wurde vereinbart, dass die Summe durch Bonuszahlungen auf bis zu zehn Millionen Euro ansteigen kann.

1. FC Köln: Kaum weitere Bonuszahlungen im Fall Rav van den Berg

Doch bei diesen Bonuszahlungen spart der FC nach Informationen von EXPRESS.de einen Millionenbetrag. Gekoppelt waren weitere Überweisungen an den England-Klub an konkrete Leistungen. Dazu zählen Klassenerhalt oder Einsätze des Spielers. Bislang kam van den Berg nur auf 14 Einsätze in der Bundesliga, im DFB-Pokal spielte er gar nicht – zu wenig für weitere Ablösezahlungen an Middlesbrough.  

Am ersten Spieltag war der Niederländer noch außen vor, in den beiden folgenden Spielen überzeugte er dann in der Innenverteidigung. Doch dann warf ihn eine schwere Schulterverletzung aus der Bahn. Von Ende September bis Ende November 2025 verpasste van den Berg acht Spiele. Eine Rot-Sperre Anfang Januar 2026 brachte ihn um weitere zwei Einsätze. 

Von Ende Februar bis Anfang April machte van den Berg dann sechs Spiele über 90 Minuten. Danach kam er plötzlich gar nicht mehr zum Einsatz. Seit dem 3:1 gegen Werder Bremen setzt der neue Trainer René Wagner in der Innenverteidigung auf Leihspieler Jahmai Simpson-Pusey (20) an der Seite von Cenk Özkacar (25).

Der FC agierte, nachdem van den Berg wegen der Verletzung und der Rot-Sperre schon einige Spiele verpasst hatte, clever und mit Weitsicht – auch um Geld zu sparen. Zum einen wollte man Simpson-Pusey intensiv unter Wettkampfbedingungen beobachten, um zu entscheiden, ob man ihn nach der Saison für knapp acht Millionen von Manchester City verpflichtet. Zum anderen gab man Rav van den Berg nicht die nötigen Einsätze, um nicht noch mehr Geld an Middlesbrough zu zahlen.

Dem Vernehmen nach will der FC nach der Saison beide Leih-Verteidiger fest verpflichten. Für Simpson-Pusey werden rund acht Millionen fällig, für Özkacar muss Köln rund zwei Millionen Euro an den FC Valencia überweisen. Letzterer könnte nahezu komplett aufgrund der Einsparungen im Fall Rav van den Berg finanziert werden.

Münster-Stürmer Imad Rondic

Leih-Stürmer trumpft auf

1. FC Köln darf plötzlich auf Ablöse hoffen