Todestag jährt sich zum 30. Mal Hilfsaktion für FC-Fanliebling findet großen Anklang

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Claudia Banach (r.) und Andreas Gielchen stellten am Donnerstag (11. März) im Rhein-Energie-Stadion das Gedenktrikot für Maurice Banach vor.

Köln – Am 17. November jährt sich der tragische Tag zum 30. Mal: Denn an diesem Datum starb 1991 der kölsche Fan-Liebling Maurice „Mucki“ Banach (✝24) bei einem Autounfall auf dem Weg zum Training. Lange mussten seine Witwe und die Kinder auf Unterstützung durch den 1. FC Köln warten. Jetzt aber will der Verein mit einem Freundschaftsspiel die Familie unterstützen. In der Fanszene fand die Aktion sofort großen Anklang.

  • Mucki Banach prallte gegen einen Brückenpfeiler und war sofort tot
  • Horst Heldt war damals Spieler beim 1. FC Köln
  • Horst Heldt und Alexander Wehrle trafen sich mit der Witwe

Horst Heldt erinnert sich an den Todestag von Mucki Banach

Auch nach seinem Tod bleibt Mucki Banach in den Herzen der Fans unvergessen. Der hochtalentierte Offensivspieler war auf der A1 bei trübem Wetter von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Brückenpfeiler geprallt.

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Da feierten sie noch gemeinsam: Mucki Banach (vorne links), Horst Heldt und Pierre Littbarski. Im Hintergrund Frank Ordenewitz, Rico Steinmann und rechts Andre Trulsen.

Am Geißbockheim musste der Coach die Spieler informieren, wie sich Sportchef Horst Heldt erinnert: „Unser Trainer Jörg Berger hat uns die schreckliche Nachricht überbracht.  Das hat uns alle bis ins Mark getroffen. Wir haben mit Mucki einen allseits beliebten und hochveranlagten Mitspieler verloren – vor allem aber haben seine Frau Claudia und seine beiden Söhne ihren Ehemann und Vater verloren. Dieser Verlust begleitet sie ein Leben lang.“

Heldt und sein Kollege Alexander Wehrle trafen sich mit Claudia Banach und stellten Hilfe in Aussicht. Der 1. FC Köln wird ein Freundschaftsspiel zu Banachs Gedenken veranstalten, die Einnahmen kommen der Familie zu Gute.

Andreas Gielchen präsentiert Banach-Sondertrikot

Aber auch eine zweite Initiative hat sich gebildet: Ex-Mitspieler Andreas Gielchen (55), der im Herbst schwere Vorwürfe gegen Verantwortliche des 1. FC Köln geäußert hatte, hat mit einigen Mitstreitern ein „Mucki-Banach-Sondertrikot“ entworfen.

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Claudia Banach und Andi Gielchen am Grab von Mucki.

Das wurde am Donnerstag, 11. März, auf einer Pressekonferenz im Rhein-Energie-Stadion präsentiert. Andreas Gielchen sagte dabei: „Ich habe durch meine Posts gemerkt, wie viele immer noch Anteil an Muckis Schicksal nehmen. Da kamen wir auf die Idee mit dem Gedenktrikot. Ich denke, da ist was tolles draus geworden.“

Bereits in den ersten 24 Stunden gab es 600 Vorbestellungen für das besondere Shirt. Kommen weitere 400 Stück dazu, kann das Trikot produziert werden.

Trikot zu Ehren von Maurice Banach

Auf dem Trikot sind unter anderem das Müngersdorfer Stadion, das Kölner Stadtwappen und die kölschen Tränen zu sehen. Die Kosten liegen bei 49,90 Euro, ein Euro pro Trikot geht an das Kinderhospiz, zudem sollen die Erlöse der Banach-Familie zu Gute kommen. Das Shirt ist aus der Fanszene erstanden, drei Fanclubs (Wilder Süden, Wilde Horde und Hennes Old School Army) waren beteiligt.

Claudia Banach freut sich über die große Anteilnahme: „Mir gefällt das Trikot ganz toll, vor allem das Wappen und die kölschen Tränen. Die Anteilnahme ist Wahnsinn. Für mich bleibt Mucki unvergessen, aber es ist schön zu wissen, dass es vielen FC-Fans genauso geht.“ Zum geplanten Benefizspiel sagte sie: „Ich habe gemerkt, dass es da immer noch eine Verbindung zwischen Horst Heldt und Mucki gibt. Es ist eine ganz tolle Idee.“

Andreas Gielchen erzählt, wie er auf die Idee kam: „Noch gibt es nur den Entwurf, aber ich hatte einen Traum, dass mir bei einem Heimspiel 300 Fans mit Mucki-Trikot entgegenkommen. Dann bin ich aufgewacht.“ Zu bestellen ist das Trikot im Shop „bolzplatzlegenden.de/mucki“ von Marc Kaufmann. „Wir hatten die Fanclubs mit an Bord. Jetzt hoffen wir auf große Resonanz.“

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