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Spanien statt PortugalFC-Profi erklärt Kehrtwende nach Transfer-Alarm

Aktualisiert

Im Sommer wurde Denis Huseinbasic noch als Abgang beim 1. FC Köln gehandelt, Sporting Braga aus Portugal klopfte an. Der Mittelfeldspieler blieb und holt sich derzeit in Spanien den Feinschliff für die Rückrunde.

Mit dem 1. FC Köln weilt Denis Huseinbasic (24) aktuell im Trainingslager in Spanien, will sich dort für einen Startelf-Einsatz zum Bundesliga-Auftakt empfehlen. Während der Aufenthalt mit dem FC an der Costa Blanca nur eine Woche andauert, hätte es den Mittelfeldspieler im Sommer beinahe dauerhaft auf die Iberische Halbinsel verschlagen.

Huseinbasic wurde in der Gerüchteküche wegen eines möglichen Transfers nach Portugal zu Sporting Braga heiß gehandelt, musste sich beim FC danach plötzlich hinten anstellen. Aus einem Tiefpunkt zu Beginn der Saison kämpfte er sich aber mit viel Fleiß heraus.

Denis Huseinbasic peilt mehr Scorerpunkte für den FC an

Am 13. Juli 2025 berichtete EXPRESS.de über den „FC-Alarm“: Braga hatte die Kölner Mittelfeld-Stammkraft weit oben auf seiner Liste, das Interesse des Europapokal-Dauergasts war auch den Verantwortlichen am Geißbockheim bekannt.

Dass damals nicht nur lose spekuliert wurde, bestätigte Huseinbasic jetzt in einem „Kicker“-Interview. Am Dienstag (6. Januar 2026) sagte er: „In den ersten zwei Wochen der Vorbereitung war ich deshalb vielleicht auch nicht ganz so auf der Höhe, weil mich das einfach beschäftigt hat.“

Huseinbasic spielte nach knapp 100 Einsätzen in drei FC-Jahren mit Abschieds-Gedanken und verlor dabei in der Kennenlernphase unter Trainer Lukas Kwasniok (44) den Faden. Im ersten Pflichtspiel dann der persönliche Saison-Tiefpunkt: Zum Auftakt stand er im DFB-Pokal bei Drittligist Jahn Regensburg nicht einmal im Kader.

„Der Anfang war sehr hart für mich, als ich nicht im Kader war. Aber ich habe eine Mentalität, mich nicht unterkriegen zu lassen und immer zurückzukommen“, berichtete er über seine Gedanken nach der Degradierung. Er sei „geknickt und traurig“ gewesen, habe jedoch mit Leistung reagiert.

Denis Huseinbasic steht beim 1. FC Köln auf dem Trainingsplatz.

Denis Huseinbasic im Trainingslager des 1. FC Köln in Spanien.

Nach 90 Bank-Minuten zum Bundesliga-Start in Mainz stand er am 2. Spieltag gegen Freiburg prompt in der Startelf. „Meine Leistung im Training war in dieser Woche sehr gut. Der Trainer ist da der Letzte, der einem die Chance verwehrt, obwohl man es sich verdient hat“, sagte der siebenmalige Nationalspieler über den persönlichen Wendepunkt.

In den Wochen nach dem aufgekommenen Braga-Interesse entschied sich Huseinbasic bewusst für den FC, bekennt sich auch jetzt wieder: „Ich war mir dann sicher, dass ich in Köln bleiben und mich dort durchsetzen will.“ Siebenmal stand er seitdem in der Startformation, war gerade ab dem Herbst häufiger von Beginn an gefragt.

„Der eine oder andere Scorerpunkt“ ist jetzt ein Vorsatz für das neue Jahr, auch wenn Huseinbasic (letztes Bundesliga-Tor im Mai 2023) grundsätzlich zufrieden bilanziert: „Am Anfang der Saison hätte wohl niemand gedacht, dass ich jetzt im Winter schon so viele Spielminuten habe.“