Der 1. FC Köln wird zum wiederholten Mal wegen des Verhaltens seiner Fans zur Kasse gebeten. Für die Pyro-Zündelei gegen Bayern muss der FC tief in die Tasche greifen.
Pyro-Show gegen BayernNächste XXL-Strafe: FC wird zur Kasse gebeten

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Die Fans des 1. FC Köln fackelten gegen Bayern München eine gewaltige Pyro-Show ab.
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Der 1. FC Köln wird mal wieder zur Kasse gebeten. Nach der irren Pyro-Show beim Heimspiel gegen den FC Bayern München im Januar muss der Verein die nächste Mega-Strafe berappen.
Der DFB verdonnerte den Aufsteiger zu einer saftigen Geldstrafe über 220.000 Euro. Für ein Spiel! Hintergrund: Die FC-Ultras hatten gegen den Rekordmeister eine gewaltige Pyro-Show abgefackelt.
FC-Spiel gegen Bayern war über zehn Minuten unterbrochen
Schiedsrichter Patrick Ittrich musste die Partie bereits nach vier Minuten unterbrechen. Knapp elf Minuten dauerte es, bis der entstandene Rauch ausreichend abgezogen war.
Da war klar, dass das eine Stange Geld kosten wird. Der DFB will nach Ansicht der Videos mindestens 110 pyrotechnische Gegenstände (mindestens 100 Bengalische Feuer und 10 Rauchkörper) gezählt haben. Für das Abbrennen eines jeden Pyro-Artikels werden 1000 Euro fällig.
Dazu kommt die Spielverzögerung: Dauert diese länger als eine Minute, kommen noch einmal 50 Prozent dazu, dauert sie länger als fünf Minuten, sind es 100 Prozent. Daher haben sich die Verantwortlichen früh auf einen Schaden im sechsstelligen Bereich eingestellt.
Immerhin: Von der XXL-Strafe kann der FC bis zu 73.000 Euro für eigene sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen verwenden.
Es ist bereits die dritte saftige Pyro-Strafe des Jahres. Das Sportgericht des DFB hatte den FC im Februar schon wegen eines unsportlichen Verhaltens seiner Anhänger beim Derby in Mönchengladbach mit einer Geldstrafe in Höhe von 98.500 Euro belegt.
Für das Spiel gegen die Eintracht berechnete der DFB dem Klub für „60 gezündete Bengalische Feuer sowie 30 Blinker und vier pyrotechnische Gegenstände“ insgesamt eine Summe von 94.000 Euro.
Laut einer Mitteilung des Verbandes wurden in der Gästekurve mindestens „56 bengalische Feuer und 30 Blinker“ gezündet. Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatte die Partie aufgrund der Rauchentwicklung für zwei Minuten unterbrochen werden müssen.
Dazu kommen noch Vergehen für die Hinrundenpartien in Hoffenheim, gegen Augsburg, in Wolfsburg, gegen Union Berlin, in Bremen, gegen St. Pauli und die DFB-Pokal-Begegnung gegen den FC Bayern. Für alle Partien zusammen kommen noch mal 96.000 Euro obendrauf.

