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„Einer der schönsten Tage“ Historisch: FC-Frauen schaffen erstmals Bundesliga-Klassenerhalt

Die Frauen des 1. FC Köln bejubeln ihren Führungstreffer im Rhein-Duell gegen Bayer Leverkusen.

Grund zu jubeln: Die FC-Frauen haben mit Trainer Sascha Glass (links) erstmals die Klasse in der Bundesliga gehalten, hier feiern sie den Führungstreffer gegen Bayer Leverkusen am 27. März 2022.

Für die Geschichtsbücher: Die Frauen des 1. FC Köln haben den ersten Bundesliga-Klassenerhalt sicher. Was sich längst abzeichnete, ist nun auch rechnerisch sicher.

Historisch! Seit Sonntagnachmittag (3. April 2022) ist es offiziell: Erstmals in ihrer Geschichte haben die Frauen des 1. FC Köln den Klassenerhalt in der Bundesliga geschafft. Die eigene Niederlage beim 1. FCC Turbine Potsdam (0:2) tags zuvor wurde damit zur Nebensache.

2015/16, 2017/18 und 2019/20 ging es nach dem Aufstieg jeweils direkt wieder ins Unterhaus – jetzt kann nichts mehr anbrennen.

Im vierten Anlauf: FC-Frauen feiern ersten Bundesliga-Klassenerhalt

Nicole Bender (39), sportliche Leiterin und Ex-FC-Spielerin, sagt: „Heute ist einer der schönsten Tage, seitdem es Frauenfußball beim 1. FC Köln gibt. Wir sind unglaublich stolz auf unsere Mannschaft und das gesamte Trainer- und Funktionsteam.“

Im vierten Versuch spielten die Frauen unter Coach Sascha Glass (49) eine durchweg starke Saison, setzten sich Ende 2021 mit fünf ungeschlagenen Partien in Serie von den Abstiegsplätzen ab.

FC-Trainer Glass: „Bleiben verdient weiter in der Bundesliga“

Selten traten die Kölnerinnen als zurückhaltende Aufsteigerinnen auf, auch Glass lobt die spielerische Entwicklung des Teams: „Wir haben uns über die Saison immer weiterentwickelt, haben mit einer mutigen Spielweise unsere Punkte geholt, sodass wir verdient weiter in der Bundesliga bleiben. Der Klassenerhalt war für uns der nächste Schritt, den Frauenfußball in Köln zu einem wichtigen Standort zu machen.“

Vier Spieltage vor Schluss war der Oberhaus-Verbleib mit zwölf Punkten Vorsprung nur noch Formsache. Aus eigener Kraft gelang der sichere Klassenerhalt durch die Niederlage in Potsdam zwar nicht – am Sonntag kamen die Konkurrentinnen vom SC Sand bei der SGS Essen allerdings nicht über 1:1 hinaus.

Heißt: Elf Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz bei nun noch drei verbleibenden Spieltagen. Auch 2022/23 spielt der 1. FC Köln wieder in der Frauen-Bundesliga! Bender weiß: „Den Klassenerhalt bereits am 19. Spieltag zu schaffen, zeigt, was für eine fantastische Saison die Mannschaft gespielt hat.“

1. FC Köln: Kampf-Ansage Richtung Leverkusen und Party-Versprechen

FC-Kapitänin und Ex-Champions-League-Siegerin Peggy Kuznik (35) ergänzt: „Wir sind glücklich, dass wir unser Ziel erreicht haben. Wir haben diszipliniert und hart dafür gearbeitet und haben uns als Mannschaft immer weiter verbessert. Wir haben Punkte geholt, die uns nicht jeder zugetraut hätte, und es macht große Freude in dieser Mannschaft und für diesen Club zu spielen.“

Für den Saisonendspurt hat Trainer Glass bereits ein neues Ziel ausgemacht: „Wir wollen alle drei Spiele gewinnen, um am Ende vor Leverkusen zu landen.“ Bayer steht aktuell zwei Zähler vor den Nachbarinnen aus Köln, hat aber das deutlich schwerere Restprogramm. Beginnen können die FC-Frauen die Mission Rhein-Dominanz am 24. April (16 Uhr) gegen Werder Bremen am Geißbockheim. Bis dahin können Länderspielpause und „Osterferien“ genutzt werden, um den Klassenerhalt gebührend zu feiern...

Von Bender gibt's zumindest ein Party-Versprechen: „Wir möchten uns beim gesamten Club für die großartige Unterstützung in der gesamten Saison bedanken. Am Ende der Saison werden wir das feiern. Der Gaffel-Kühlschrank im Stadion ist schon bis zum Platzen gefüllt. Besonders unsere Spielerinnen haben sich das mehr als verdient.“

1. FC Köln: Frauen verlieren 0:2 bei Turbine Potsdam

Mit einem Pünktchen aus Brandenburg wäre der rechnerische Klassenerhalt auch schon am Samstag gesichert gewesen. Stattdessen setzte es bei den Potsdamer Champions-League-Anwärterinnen ein 0:2.

Vor gut 1.100 Zuschauern und Zuschauerinnen brachten Malgorzata Mesjasz (24) und Sophie Weidauer (20) die Gastgeberinnen mit ihren Toren früh auf Kurs.

Nach einer offenen Anfangsphase köpfte Innenverteidigerin Mesjasz einen Freistoß von Gina Chmielinski (21) ein (27.). Sechs Minuten später fiel auch das 2:0 nach einem Standard: Potsdam führte einen Eckball schnell aus und erwischte die FC-Defensive ungeordnet – U-20-Nationalspielerin Weidauer nutzte das Durcheinander mit einem feinen Abschluss aus 16 Metern (33.).

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Lob trotz Niederlage für Frauen des 1. FC Köln

Bei frischen Temperaturen um die fünf Grad im Karl-Liebknecht-Stadion schafften es die Kölner Frauen nicht, wieder für Spannung zu sorgen. Obwohl die Domstädterinnen in Halbzeit zwei viel nach vorne probierten, gelang nichts Zählbares mehr – auch Turbine vergab noch einige Top-Gelegenheiten. FC-Kapitänin Peggy Kuznik (35) haderte nach der Partie mit der Chancenverwertung: „Wir haben es in Halbzeit zwei verpasst, die Tore zu machen und uns für eine gute Leistung nicht belohnt.“

Auch Trainer Glass lobte seine Frauen trotz der Niederlage gegen Top-Team Potsdam: „Wir haben heute eine eindrucksvolle Leistung geboten. Das Ärgerliche ist, dass wir zweimal bei Standards geschlafen haben. Da war Potsdam effizient, das ist ihre Stärke – aber fußballerisch waren sie heute nicht viel besser. Gerade die zweite Halbzeit hat eigentlich komplett uns gehört.“

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