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FC-Wahnsinn gegen Bremen Inklusive 47-Meter-Tor! Köln feiert höchsten Sieg seit 40 Jahren

Die Profis des 1. FC Köln jubeln am Samstag (21. Januar 2023) über den Mega-Sieg gegen Werder Bremen.

Die Profis des 1. FC Köln jubeln am Samstag (21. Januar 2023) über den Mega-Sieg gegen Werder Bremen.

Der 1. FC Köln hat sich mit einem Mega-Sieg aus der Winterpause zurückgemeldet. Die Mannschaft von Steffen Baumgart schoss den SV Werder Bremen mit 7:1 ab.

73 Tage kein Fußball in Müngersdorf – doch das lange Warten hat sich gelohnt! Der 1. FC Köln legte am Samstagabend (21. Januar 2023) einen absoluten Wahnsinns-Start ins neue Bundesliga-Jahr hin, schoss Werder Bremen mit sage und schreibe 7:1 aus dem Rhein-Energie-Stadion. Inklusive 47-Meter-Treffer!

Der FC macht's wie Deutschland 2014 im WM-Halbfinale gegen Brasilien, was für ein furioser Auftakt nach zehn Wochen Winterpause. Die Jungs von Steffen Baumgart (51) erballerten sich den fünfthöchsten Bundesliga-Sieg der Vereinshistorie – den höchsten seit Oktober 1983 (7:0 gegen Frankfurt).

Steffen Tigges gegen Werder Bremen mit Doppelpack und zwei Assists

Irre vor allem das 3:0 von Matchwinner Steffen Tigges (zwei Tore, zwei Vorlagen). Der Köln-Stürmer nutzte einen Ausflug von Keeper Pavlenka, hob den Ball aus dem Mittelkreis in den Bremer Kasten.

Alles zum Thema Steffen Baumgart

Tigges strahlte nach Abpfiff, sagte über seinen Gala-Abend: „Das war schon extrem besonders. Aber vor allem haben wir eine riesige Teamleistung gesehen. Es war für alle ein perfekter Tag.“

Baumgart trat dennoch ein wenig auf die Euphoriebremse: „Wir freuen uns, aber wir können das auch einordnen. Da lief vieles für uns.“

Ein Feuerwerk auf dem Rasen, Ekstase auf den Rängen. Der FC hätte mehr als 100.000 Tickets für das Spiel verkaufen können. Stadionsprecher Michael Trippel: „Das hätte es verdient gehabt!“ Die 45.000 FC-Fans, die dabei sein durften, konnten ihr Glück wohl kaum fassen.

Auch Baumgart kam aus dem Jubeln nicht heraus. Trotz eisiger Temperaturen ohne Jacke! Der Köln-Coach stand bei null Grad zunächst im Hoodie an der Seitenlinie, später sogar nur mit T-Shirt. Kein Problem bei diesem Vollgas-Auftritt seiner Jungs…

Der FC lief genau mit der Elf auf, die Baumgart bei der Pressekonferenz am Donnerstag angekündigt hatte. Damit saß Sturm-Neuling Davie Selke gegen seinen Ex-Klub zunächst auf der Bank, sah von dort aus ein Werder-Geschenk nach dem anderen.

Werder Bremen verteilt Geschenke
an den 1. FC Köln

Das erste nach einem eigenen Freistoß: Ducksch versuchte es mit einem Flachpass, den Kainz abfing. Köln konterte und 17 Sekunden später schoss Linton Maina zum 1:0 ein (9.).

Dann die Tigges-Show: Nach Einwurf-Patzer war der Ex-Dortmunder im Strafraum zur Stelle (2:0/15.), bevor er aus genau 46,7 Metern das 3:0 nachlegte (21.). Damit nicht genug, das 4:0 von Ellyes Skhiri (30.) und 5:0 von Denis Huseinbasic (36.) bereitete Tigges jeweils vor.

Bremens WM-Liebling Niclas Füllkrug blieb nur Ergebniskosmetik. Mehr war sein 1:5-Kopfball (38.) nicht, weil Köln nach der Pause mit dem nächsten Traumtor antwortete. Dieses Mal per Seitfallzieher. Nach Maina-Flanke machte Skhiri das halbe Dutzend voll (6:1/54.).

An diesem Abend klappte einfach alles – mit einer Ausnahme. Doppelpacker Skhiri, der sich mit Tigges um den Titel „Tor des Monats“ streiten darf, musste verletzt raus. Der Tunesier hatte sich vertreten, humpelte nach 67 Minuten in die Kabine.

Und Sturm-Transfer Selke? Der löste nach einer Stunde Tigges ab, feierte ein Pflichtspiel-Debüt ohne große Aktionen. War beim Stand von 6:1 aber auch nicht mehr nötig. Das 7:1 legte sich Werder zu allem Überfluss noch selbst ins Netz, ein Eigentor durch Friedl (76.).

Ex-FC-Profi Leo Bittencourt (29): „Wir wurden vorgeführt. Die wussten von A bis Z, was wir machen, und haben uns noch ihre Aufstellung rübergeschickt.“ Bremens Lizenzbereich-Leiter Clemens Fritz (42) schimpfte: „Eine absolute Frechheit!“

Für Köln dagegen war das 7:1 ein historischer Abend, ein Hammer-Sieg. „Das habe ich zum letzten Mal in der A- oder B-Jugend erlebt“, so Abwehrchef Timo Hübers (26). Die Geißböcke verschaffen sich direkt Luft im Abstiegskampf. Vor der Winterpause hatte der FC fünfmal in Folge nicht gewonnen, war auf Platz 13 abgerutscht. Jetzt der Sprung auf Rang zehn, einen Punkt hinter Bremen und fünf vorm Relegationsplatz.

So kann das Baumgart-Team mit ganz breiter Brust zum Meister nach München reisen (Dienstag, 24. Januar, 20.30 Uhr). Die Südkurve sang schon Samstagabend: „Zieht den Bayern die Lederhosen aus!“

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