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Mega-Serie hält anKölner Haie schlagen nach Prügel-Drittel eiskalt zu

Aktualisiert

Die Kölner Haie marschieren in der DEL von Sieg zu Sieg. Am Dreikönigstag gelang bei den Nürnberg Ice Tigers der zehnte Erfolg in Serie.

Für die Kölner Haie ist derzeit jedes DEL-Spiel ein Eishockey-Feiertag. Am Dreikönigstag (6. Januar 2026), in Bayern anders als in NRW ein gesetzlicher Feiertag, besiegte der KEC die Nürnberg Ice Tigers auswärts mit 4:2.

Der KEC surft damit weiter auf seiner beeindruckenden Erfolgswelle und hat nun zehn Spiele in Folge gewonnen. Den Tabellenführer brachte in Nürnberg auch ein Rückstand nach dem ersten Abschnitt nicht aus der Ruhe, wenngleich der Sieg mehr Arbeit war als noch am Sonntag das fulminante 8:1 in Dresden.

Haie kurz vor Drittel-Ende kalt erwischt

„Wir hatten einen kniffligen Start, sie sind sehr gut reingekommen, haben eine gute Offensive“, sagte Haie-Torschütze Oliwer Kaski über die anfänglichen Schwierigkeiten nach dem Spiel im Interview bei MagentaSport: „Wenn du gewinnst, dann wächst auch dein Zutrauen. Wir haben nach dem ersten Drittel in der Kabine besprochen, dass das nicht gereicht hat, aber wir wussten, dass wir geduldig bleiben müssen.“

Ein aus Haie-Sicht unbefriedigendes erstes Drittel schien ohne Tore und die ganz großen Aufreger zu Ende zu gehen, dann ging es aber doch noch rund. Nürnberg bejubelte nach einem schnellen Gegenstoß in der 17. Minute die Führung, nachdem Jakob Ustorf die Scheibe tief erobert hatte und nach einem Alleingang eiskalt im Netz versenkte.

Kaum war das Spiel nach dem ersten Tor wieder freigegeben, flogen plötzlich die Fäuste. Louis-Marc Aubry geriet mit Nürnbergs Evan Barrat aneinander, im beherzten Infight waren die Streithähne anfangs selbst von den Schiedsrichtern kaum zu trennen und teilten jeweils kräftig aus.

Zuvor war der Haie-Star von Barrats Mitspieler Cody Haiskanen geschubst worden und in den Nürnberger gekracht. Daraufhin entbrannte erst ein kurzes Wortgefecht, das schnell auch ohne Worte ausgetragen wurde. Für die verbleibenden zwei Minuten bis zur Pause ging es entsprechend auf die Strafbank.

Angesichts der jüngsten Topform ließ sich der KEC auch vom Rückstand nicht beeindrucken, legte im zweiten Drittel einfach einen Gang zu und ließ nun Tore statt Fäuste sprechen.

Brady Austin (23.) und Frederik Storm (28.) bescherten den Haien schon zur Mitte des Spiels die Führung, die Oliwer Kaski (29.) umgehend ausbaute. Diese Kölner kann aktuell keiner stoppen!

Nürnberg machte es mit dem Anschlusstor durch Timo Bakos zwar wieder spannend, doch in Überzahl stellte Maxi Kammerer kurz vor Drittel-Ende den alten Abstand wieder her (38.) und machte das Vier-Tore-Drittel perfekt.

Im letzten Drittel bleiben die Haie dann wieder torlos, mussten ihre Führung aber auch nur noch über die Zeit bringen. Das gelang ohne Spektakel, der zehnte Sieg in Folge geriet nicht mehr in Gefahr. Mit 83 Punkten hat der KEC die Tabellenführung weiter gefestigt, weiter geht es am Freitag (19.30 Uhr/live bei MagentaSport) in Ingolstadt.