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„Tabelle nicht repräsentativ“Eisbären schicken Kampfansage Richtung Köln

Die Eisbären Berlin schlagen vor dem DEL-Halbfinale gegen die Kölner Haie selbstbewusste Töne an.

Hauptrundensieger gegen Rekordmeister: Im Playoff-Halbfinale kommt es zum Duell Kölner Haie gegen Eisbären Berlin. Und die Hauptstädter sind trotz einer durchwachsenen Saison alles andere als kleinlaut.

Nach dem Sieg in der Verlängerung hielten sich die Playoff-Könige der DEL nicht lange mit ihrer 13. gewonnenen Serie in Folge auf. Der Blick richtete sich gleich auf den nächsten Gegner – das überragende Team der Hauptrunde.

Berlin unter Aubin in Playoff-Serien unbesiegt

„Wir haben großen Respekt vor den Kölner Haien, aber keine Angst“, sagte Stürmer Lean Bergmann nach dem entscheidenden 6:5 im sechsten Viertelfinale gegen die Straubing Tigers am Samstag. „Wir haben jetzt den Dritten der Vorrunde rausgeschmissen. Das zeigt schon alles.“

Der Titelverteidiger, der sich mitunter mehr schlecht als recht durch die reguläre Saison schlug, läuft in der „Crunch Time“ wieder zur Hochform auf – auch wenn Berlin erstmals seit 2022 in einer Playoff-Serie zwei Spiele verlor. Doch am Ende setzte sich das Team von Meistermacher Serge Aubin, der im siebten Jahr in der Hauptstadt noch immer keine einzige Serie verloren hat, wieder durch. Nur Corona 2020, als die Playoffs ausfielen, und das Verpassen der Meisterrunde 2023 stoppten den Kanadier bisher.

Köln ist ab Mittwoch (19.30 Uhr/MagentaSport) in der Neuauflage der letztjährigen Endspielserie der ultimative Meistertest. Denn die Haie spielten sich mit einer Rekord-Siegesserie und Rekord-Punkteausbeute in die Favoritenrolle. Und sie haben etwas gutzumachen: Vor einem Jahr kassierten sie drei 0:7-Klatschen in Folge im Finale gegen Aubins Eisbären.

Zur Revanche bereits im Halbfinale kommt es nur, weil die Berliner – auch aufgrund großer Verletzungsprobleme – lediglich Sechster in der Hauptrunde wurden. Diese Platzierung zeige „nicht unbedingt das, was wir auf dem Eis abliefern können, wenn wir einigermaßen vollzählig sind“, meinte Bergmann, „deswegen ist für mich die Tabelle nach der Hauptrunde nicht repräsentativ.“

Ganz so souverän wie in den vergangenen Jahren stürmten die Berliner gegen ihren Lieblingsgegner Straubing, der auch seine sechste Playoff-Serie gegen den DEL-Rekordmeister verlor, nicht in die nächste Runde. Am Samstag verspielte das Aubin-Team zweimal einen Zwei-Tore-Vorsprung und musste in die Overtime, in der Markus Vikingstad nach Bergmann-Vorlage nach insgesamt 76:30 Minuten für die Entscheidung sorgte.

Dennoch sind die Berliner von der zwölften Meisterschaft seit 2005 überzeugt. „Wir machen weiter, das große Ziel ist es, den dritten Titel in Folge zu holen“, sagte der Stürmer. Mit Blick auf die zahlreichen Ausfälle während der Saison fügte der 27-Jährige an: „Die Verletzungsmisere hat uns als Mannschaft noch mehr zusammengeschweißt. Alle wollen mit Macht den Titel.“

Der KEC hatte sich in seinem Viertelfinale gegen die Schwenninger Wild Wings zwar keine Niederlage geleistet, allerdings waren alle vier Spiele äußerst umkämpft. Das Team von Trainer Kari Jalonen konnte sich seit Mitte der Woche auf die nächsten Aufgaben vorbereiten, während Berlin noch ums Weiterkommen kämpfte. Ruhepause oder Spiel-Rhythmus? Was der größere Vorteil ist, wird sich ab Mittwoch auf dem Eis zeigen. (are/sid)

Die Profis der Kölner Haie holen sich enttäuscht die Silbermedaille ab.

Entscheidung gefallen

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