Die Kölner Haie gewinnen ein hart umkämpftes Spiel bei den Straubing Tigers. Der bärenstarke Torwart Janne Juvonen ist der Mann des Spiels.
Monster-Save rettet SiegHaie gewinnen Gift-Gipfel in Straubing
Aktualisiert
Was für ein Spitzenspiel in der DEL! Die Kölner Haie haben am 23. Spieltag einen zwar nicht immer schönen, aber packenden Eishockey-Fight bei den Straubing Tigers gewonnen.
Bei ihrem ersten Aufeinandertreffen in dieser DEL-Saison lieferten sich die Kölner Haie und die Straubing Tigers ein wahres Eishockey-Spektakel. Beim Wiedersehen fielen deutlich weniger Tore als beim 7:4 im Oktober – dafür ging es beim 2:0-Auswärtserfolg der Kölner giftig zur Sache.
Hitzkopf MacLeod muss zweimal in die Box
Straubing war mit dem Rucksack von drei Niederlagen in Folge in das Spiel gegangen, zeigte sich davon aber zunächst unbeeindruckt. Der Tabellenzweite machte von Beginn an Druck.
In der 4. Minute fiel der vermeintliche Führungstreffer für die Gastgeber, doch Justin Scott hatte Haie-Torwart Janne Juvonen zuvor am Schlittschuh berührt: kein Tor.
Die Haie hatten im ersten Drittel Mühe, zu Torchancen zu kommen, überstanden in der Defensive aber zwei Unterzahl-Situationen unbeschadet. Mit einem 0:0 ging es in die erste Drittelpause.
Im zweiten Abschnitt wurde es dann hitzig. Zunächst gerieten Gregor MacLeod und Danjo Leonhardt aneinander (30. Minute), nachdem der Kanadier gehalten worden war. Beide mussten wegen übertriebener Härte in die Box, der Straubinger kassierte eine Doppelbestrafung, weshalb die Haie erstmals in Überzahl agierten. Doch aus dem Powerplay machten sie nichts.
Wenig später bekam Dominik Bokk den Stock von Mario Zimmermann ins Gesicht, blutete danach unter dem Auge. Es kam zur Rudelbildung. Erneut war MacLeod zur Stelle, der mit Tigers-Profi Ryan Merkley aneinander geriet. Wieder ging es für den KEC-Topscorer und seinen Kontrahenten zum Abkühlen in die Box.
Zimmermann bekam für sein Vergehen eine 2+2-Minuten-Strafe. Doch auch die vierminütige Überzahl nutzten die Haie nicht. Und so ging es erneut mit einem 0:0 in die Kabine. „Es fühlt sich die Playoff-Hockey an. Mir gefällt das“, sagte MacLeod bei MagentaSport über das hart umkämpfte Spiel.
Der KEC startete rasant in den letzten Durchgang. Nate Schnarr wurde bei angezeigter Strafe gegen Alex Green von MacLeod bedient, scheiterte aber an Straubing-Goalie Henrik Haukeland. Green setzte nach dem Pfiff noch einen Crosscheck an, musste deshalb gleich vier Minuten runter.
Diesmal spielten die Haie das lange Powerplay hinten raus besser aus, doch Haukeland parierte gegen Ryan MacInnis und Patrick Russell zweimal stark. Fünf gegen fünf dann aber endlich der erste Treffer: Oliwer Kaski (47.) schweißte den Puck zur Haie-Führung unter die Latte!
Bärenstarker Juvonen mit Shutout
Auch im Anschluss ging es mit vielen Nickligkeiten und der ein oder anderen Strafzeit weiter. Doch dann besannen sich beide Teams wieder aufs Eishockeyspielen, es kam zu großen Chancen auf beiden Seiten.
Beide Torhüter hatten aber einen ganz starken Tag erwischt. In der 54. Minute rettete Juvonen die KEC-Führung mit einem Monster-Save im Spagat gegen Filip Varejcka. Der Finne hielt seinen Kasten auch danach sauber, war der Mann des Spiels! Es war sein dritter Shutout der Saison.
Sechs Sekunden vor Schluss machte Russel mit dem Empty-Net-Goal zum 2:0 dann alles klar. Durch den knappen Sieg zogen die Haie als Vierter punktetechnisch mit Straubing gleich, die Tigers sind durch die vierte Pleite in Serie auf Platz drei zurückgefallen.

